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  Matthäus 3.0

DIE KARWOCHE MATTHÄUS 24;1

Also kam Jesus aus dem Tempel heraus. Im Weitergehen gesellten sich seine Schüler zu ihm. Sie wiesen auf den Prachtbau des Tempels hin. Daraufhin antwortete er ihnen: Seht ihr denn nicht alles? Amen! Ich sage euch: In keinster Weise wird da ein Stein auf dem andern bleiben. Alle werden niedergerissen. Später hatte er sich auf dem Ölberg hingesetzt. Da kamen seine Schüler zu seinem Platz und fragten: Sag es uns! Wann wird das eintreten? Mit welchem Zeichen wird sich dein Wiederkommen und das Ende der Welt ankündigen? Darauf antwortete Jesus ihnen: Vorsicht vor irreführenden Zeichen! Leider werden viele daherkommen und meinen Namen missbrauchen. Sie werden behaupten: Ich bin derjenige. So werden sie viele in die Irre führen.

Bald danach werdet ihr von Kriegen und Nachrichten über Kriege hören. Passt bloß auf und wundert euch nicht. Das muss so sein. Das ist aber noch nicht alles. Vielmehr wird ein Land gegen das andere Land und eine Regierung gegen die andere Regierung aufgehetzt werden. Es wird auch Hungersnöte und an manchen Stellen Erdbeben geben. Das ist aber erst der Anfang der Geburtsschmerzen.

Um diese Zeit wird man euch der Folter ausliefern und umbringen. Ja, ihr werdet wegen meinem Namen bei allen Völkern verhasst sein. Viele werden dadurch verunsichert sein. Sie werden einander verraten und hassen. Auch viele falsche Propheten werden auftreten. Dadurch werden etliche in die Irre geführt. Alle Art von Gesetzlosigkeit wird überhand nehmen. Die Liebe wird dadurch bei den meisten abkühlen. Durch Standhaftigkeit bis zum Ende hin wird man aber gerettet werden. Außerdem wird die freudige Nachricht vom himmlischen Paradies auf der ganzen Erde von den Nachrichtensprechern verkündet werden. Allen Völkern soll es bezeugt werden. Danach wird sich das Ende bewahrheiten.

Gegebenenfalls seht ihr den vom Propheten Daniel vorhergesagten greulichen Altar am heiligen Ort aufgestellt -hoffentlich versteht das der Leser-. Alle Judäer sollen hierauf in die Berge flüchten. Du bist dann vielleicht gerade auf der Terasse. Geh jetzt nicht erst zurück. Hol nichts mehr aus deinem Haus. Vielleicht bist du gerade auf dem Feld. Kehr nicht um. Hol nicht vorher noch deinen Mantel.

Es tut mir in der Seele weh um die Schwangeren und Stillenden jener Tage. Betet unbedingt für den richtigen Zeitpunkt eurer Flucht. Keinesfalls darf das im Winter oder gar am Sabbat geschehen. Auf jeden Fall wird da eine unfassbar große Schreckenszeit auf euch zu kommen. Seit Beginn der Welt hat es so etwas nicht gegeben. Es wird auch nie wieder so sein. Das Ende jener Tage kommt aber aus einem Grund früher als erwartet. Es würde nämlich sonst kein einziger Mensch gerettet werden. Also kommt zum Vorteil der Erwählten das Ende jener Tage früher als erwartet.

Man wird dann auf euch einreden: Das ist das Zeichen: Hier ist der Christus! Oder auch: Nein, hier ist er! Glaubt es nicht! Es werden viele falsche Christusse und falsche Propheten ihren Auftritt haben. Sie werden große Zeichen und Wunder vorführen. Damit sollen sie möglichst sogar die Erwählten verführen. Das ist nämlich das Zeichen. Ich habe es hiermit vorausgesagt. Man wird entsprechend zu euch sagen: Das ist das Zeichen: Er ist in der Wüste! Ihr aber, geht nicht hin! Oder auch: Das ist das Zeichen: Er ist im Gebetsraum! Glaubt es nicht!  Denkt vielmehr dabei an einen drohenden Blitz. Er entsteht im Osten und entflammt alles bis hin zum Westen. Genauso wird das Eingreifen des Menschensohns sein. Und wo sind dann die Leichen? Die liegen dort mitten unter den Aasgeiern.

Unmittelbar nach der Schreckenszeit jener Tage wird es eine Sonnenfinsternis geben. Auch der Mond wird nicht mehr scheinen können. Die Sterne werden vom Himmel fallen. Die gesamte Himmelsordnung wird dabei aus den Fugen geraten. In dem Moment wird das Zeichen vom Menschensohn am Himmel sichtbar sein. Allen Volksstämmen des Landes wird das zum Heulen weh tun. Sie werden nämlich den Menschensohn auf den Himmelswolken kommen sehen. Er wird große Macht und eine unfassbare Ausstrahlung haben. Dann wird er seine Gesandten mit gewaltigem Posaunenschall losschicken. Die werden seine Erwählten aus vier Himmelsrichtungen herbeirufen. Das beginnt bei dem äußersten Punkt des Weltalls und endet bei der entferntesten Galaxie.

Vom Feigenbaum lernt aus diesem kurzen Beispiel: Seine Zweige wären schon voll im Saft. Er hätte die ersten Blätter bekommen. Was könnt ihr daraus ablesen? Jetzt kommt bald der Sommer! Und so müsst ihr es anwenden: Ihr seht all das. Was könnt ihr daraus ablesen? Er hat sich auf den Weg gemacht und steht vor der Tür. Amen, ich sage euch: Diese dann existierende Generation wird keinesfalls verschwinden vor der Vollendung von dem allem. Der Himmel und die Erde werden wohl verschwinden. Meine Worte jedoch werden nie und nimmer verschwinden.

Wie war es denn in den Tagen Noahs? Genauso wird es beim Wiederkommen des Menschensohns auch sein. Und wie waren sie also in den Tagen vor der Sintflut? Sie waren am Essen und Trinken. Sie waren am Heiraten und verhalfen anderen zur Heirat. Dann ging eines Tages Noah in die Arche. Aber darin sahen sie nichts besonderes. Nur kam anschließend die Sintflut und brachte alle um. Genauso wird es beim Wiederkommen des Menschensohns auch sein. Da werden dann zwei auf dem Feld arbeiten. Einer wird mitgenommen. Der andere bleibt da. Zwei werden in der Tretmühle arbeiten. Eine wird mitgenommen. Die andere bleibt da.

Also bleibt bitte wach. Ihr habt keine wirkliche Zeitvorstellung von dem Kommen des Herrn. Eines aber solltet ihr wissen: Kein Hausbesitzer kennt im voraus die Zeitpläne der Diebe. Sonst würde er schließlich wach bleiben. Bestimmt würde er einen Einbruch in sein Haus verhindern können. Genauso solltet auch ihr vorbereitet sein. Der Menschensohn wird für euch unvermutet kommen.

Wer ist dann ein zuverlässiger und intelligenter Hausangestellter? Den wird nämlich der Dienstherr zum Leiter der Hausangestellten machen. Er hat nun den Auftrag der Essensausgabe an sie. Ein solcher Hausangestellter kann sich über das Kommen seines Dienstherrn freuen inmitten dieser Arbeit. Amen! Ich sage euch: Er wird ihn überdies zum Verwalter seines gesamten Besitzes machen. Möglicherweiser ist er aber ein übler Bursche und denkt sich: Bestimmt verspätet sich mein Chef. Also gibt er erstmal Schläge an die Untergebenen aus. Dann frisst er sich selbst voll und trinkt mit Besoffenen. Plötzlich ist der Dienstherr dieses Burschen da. Das geschieht unvermutet zu einer ihm unbekannten Zeit. Der wird ihn in Stücke hauen lassen. Schlussendlich ist dann rumjammern und auf die Zähne beißen angesagt.


Zu der Zeit wird das himmlische Paradies wie zehn Brautjungfern sein. Die nahmen ihre Lampen und gingen dem Bräutigam entgegen. Fünf von ihnen aber waren echt dumm. Die anderen dagegen waren ziemlich schlau. Die Dummen nahmen zwar ihre Lampen mit. Sie packten sich aber kein Öl mit ein. Die Schlauen dagegen packten zu ihren Lampen gleich das passende Öl in einem Behälter mit ein. Nun verspätete sich der Bräutigam. Mit der Zeit wurden alle müder und müder. Zum Schluss lagen sie alle im Schlaf.

Mitten in der Nacht gab es plötzlich ein riesen Geschrei: Seht nur: Der Bräutigam! Wir müssen schnell raus und ihm entgegengehn! Davon wachten alle Brautjungfern auf. Zu allererst mussten sie nun ihre Lampen auf Vordermann bringen. Die echt Dummen baten deshalb die Schlauen: Gebt uns von eurem Öl etwas ab. Unsere Lampen gehen sonst aus. Darauf antworteten die Schlauen: Das geht nicht! Es würde dann nämlich weder für uns noch für euch reichen. Ihr müsst ins Geschäft gehen und euch selbst welches kaufen. Also gingen sie zum Öl kaufen los. Mittlerweile kam der Bräutigam. Die gut vorbereiteten gingen mit ihm zur Hochzeit. Anschließend wurde die Tür zugeschlossen. Zum Schluss kamen auch die anderen Brautjungfern an. Sie riefen: Herr, Herr mach uns auf! Er jedoch antwortete: Amen! Ich sage euch: Ich kenne euch gar nicht. Daraus folgt: Bleibt wachsam. Ihr wisst weder den Tag noch die Tageszeit.

Es wird so sein wie im Beispiel eines Urlaubers. Vorher ruft er noch die Hausangestellten zusammen. Er erteilt ihnen Befugnisse über seinen Besitz. Dem einen überreicht er 12 kg Gold. Dem anderen gibt er 5 kg Gold. Der dritte erhält 2 kg Gold. Er gibt dabei jedem nach dessen Maß an geschäftlicher Fähigkeit. Dann geht er in Urlaub. Der mit den anvertrauten 12 kg Gold geht nun sofort an die Arbeit. Er erwirtschaftet damit weitere 12 kg Gold. Der mit den anvertrauten 5 kg Gold gewinnt in gleicher Weise weitere 5 kg hinzu. Der mit den anvertrauten 2 kg Gold geht auch an die Arbeit. Er buddelt aber ein Loch in die Erde und versteckt dort das Gold seines Dienstherrn.

Nach langer, langer Zeit kommt der Dienstherr jener Hausangestellten zurück. Er will nun die Abrechnungen vorgelegt bekommen. Da kommt der mit den anvertrauten 12 kg Gold. Er bringt zusätzliche 12 kg Gold mit und sagt: Chef, du hast mir 12 kg Gold anvertraut. Sieh nur: Ich habe damit zusätzliche 12 kg Gold erwirtschaftet. Daraufhin antwortet ihm sein Chef: Gut gemacht! Du bist ein kluger und zuverlässiger Hausangestellter. Du hast weniges treu verwaltet. Über vieles werde ich dir nun Befugnisse erteilen. Komm zur Begrüßungsfeier deines Dienstherrn. Dann kommt auch der mit den anvertrauten 5 kg Gold und sagt: Chef, du hast mir 5 kg Gold anvertraut. Sieh nur: Ich habe damit weitere 5 kg Gold gewonnen. Daraufhin antwortet ihm sein Chef: Du bist ein kluger und zuverlässiger Hausangestellter. Du hast weniges treu verwaltet. Über vieles werde ich dir nun Befugnisse erteilen. Komm zur Begrüßungsfeier deines Dienstherrn.

Zum Schluss kommt auch der mit den anvertrauten 2 kg Gold und sagt: Chef, ich kenne dich nur als harten Kerl. Du erntest ohne eigene Saat. Du machst Gewinne ohne eigene Investitionen. Deshalb habe ich aus Angst vor dir die 2 kg Gold in der Erde verbuddelt. Du kannst sie jetzt zurückhaben. Daraufhin antwortet ihm sein Chef: Du bist ein böser, fauler Hausangestellter. Du weißt also von meinen Ernten ohne eigene Saat und meinen Gewinnen ohne eigene Investitionen. Warum hast du dann das Geld nicht wenigstens zur Bank gebracht? Dann hätte ich nach meiner Rückkehr immerhin mein Eigentum mit Zinsen zurückbekommen. Nehmt ihm nun die 2 kg Gold weg. Gebt sie dem mit den anvertrauten 12 kg Gold zusätzlich. Daraus folgt: Manche haben es eh schon drauf und kriegen zusätzlich noch bis zum Abwinken. Andere haben es eh schon nicht drauf und kriegen auch noch ihr bisschen weggenommen. Den untüchtigen Hausangestellten werft hinaus in die dortige Finsternis. Schlussendlich ist dann rumjammern und auf die Zähne beißen angesagt.

Bald wird nämlich der Sohn des Menschen in seiner unfassbaren Ausstrahlung erscheinen. Alle heiligen Engel werden bei ihm sein. Er wird dann vom Thron seiner unfassbaren Ausstrahlung aus herrschen. Alle Völker werden vor ihm zusammen kommen. Er wird sie sodann sortieren. So ähnlich macht das auch jeder Hirte mit den Schafen und den Ziegenböckchen. Das heißt: Er wird die Schafe auf die rechte Seite stellen. Die Ziegenböckchen aber stellt er links von sich hin.

Anschließend wird der König denen auf der rechten Seite sagen: Herzu, ihr Auserwählten meines Vaters! Empfangt euren Anteil am himmlischen Paradies! Das ist für euch von Beginn der Welt an vorbereitet gewesen. Ich war nämlich hungrig gewesen. Ihr aber habt mir was zu essen gegeben. Außerdem war ich durstig gewesen. Doch ihr habt mir zu trinken gegeben. Ich war ein Ausländer gewesen. So habt ihr mir eine Wohnung gegeben. Ich hatte keine Kleidung gehabt. Daraufhin habt ihr mich eingekleidet. Ich war sehr krank gewesen. Also habt ihr mich besucht. Ich war im Gefängnis gewesen. Da seid ihr zu mir gekommen.

Dann werden die Gerechtgesprochenen erwidern: Herr, wann haben wir dich denn hungrig gesehen? Wann haben wir dir zu essen gegeben? Wann warst du durstig und wann haben wir dir zu trinken gegeben? Und wann haben wir dich als Ausländer angetroffen und dir eine Wohnung gegeben oder ohne Kleidung und dich eingekleidet? Wann bitteschön warst du krank oder im Gefängnis und wir sind gekommen? In seiner Antwort wird der König es ihnen erklären: Amen! Ich sage euch: Scheinbar unwichtigen Menschen habt ihr diesen Dienst erwiesen. Doch es waren meine Brüder. Ihr habt es damit mir getan.

Sodann wird er denen links von sich sagen: Weg mit euch, ihr Verfluchten! Geht in das ewige Feuer! Das ist für den Teufel und seine Helfershelfer längst vorbereitet. Ich war nämlich hungrig gewesen. Ihr aber habt mir nichts zu essen gegeben. Außerdem war ich durstig gewesen. Doch ihr habt mir nichts zu trinken gegeben. Ich war ein Ausländer gewesen. So habt ihr mir keine Wohnung gegeben. Ich hatte keine Kleidung gehabt. Daraufhin habt ihr mich nicht eingekleidet. Ich war sehr krank gewesen und im Gefängnis. Da habt ihr mich aber nicht besucht.

Dann werden auch sie erwidern: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig gesehen? Wann warst du ein Ausländer oder ohne Kleidung? Wann bitteschön warst du krank und im Gefängnis und wir hätten dir nicht gedient? Daraufhin wird er ihnen antworten: Amen! Ich sage euch: Scheinbar unwichtigen Menschen habt ihr diesen Dienst verweigert. Ihr habt ihn damit aber mir nicht erwiesen. Also werden diese in die ewige Strafe gehen. Die Gerechtgesprochenen dagegen gehen in das ewige Leben.
                   
Damit beendete Jesus diese Rede. Was geschah weiter? Jesus sprach nun seine Jünger an: Bekanntlich ist in zwei Tagen das Passahfest. Da wird dann der Sohn des Menschen zum Tod am Kreuz verurteilt. Zeitgleich hielten die obersten Priester und die Oberaufseher des Volkes eine Versammlung ab. Die fand im Hof des Hohenpriesters mit Namen Kaiphas statt. Nun überlegten sie hin und her. Einerseits wollten sie ihn mit einer List bald ergreifen und umbringen. Andererseits sagten sie sich: Das ist doch gar nicht möglich während des Festes. Da würde es zu einer heftigen Gegenwehr des Volkes kommen.

Einmal war er gerade in Bethanien im Haus von Simon, dem Aussätzigen. Da kam eine Frau zu ihm. Sie hatte eine Alabasterflasche mit einer teuren Lotion dabei. Die goss sie auf seinen Kopf während des Essens. Seine Schüler bekamen das mit. Sie regten sich darüber auf. Sie tuschelten miteinander: Was soll diese Verschwendung. Man hätte so eine Lotion für viel Geld verkaufen können. Das Geld hätte man anschließend den Armen geben können. Jesus merkte das sofort. Deshalb sagte er zu ihnen: Was macht ihr es der Frau unnötig schwer. Sie hat auf jeden Fall an mir ein gutes Werk getan. Arme gibt es schließlich immer unter euch. Mich habt ihr aber nicht für immer. Sie hat es im voraus für mein Begräbnis getan. In der Weise hat sie meinen Körper mit der Lotion gesalbt. Amen! Ich sage euch: Überall in der Welt wird diese freudige Nachricht von Nachrichtensprechern verbreitet werden. Und dabei wird auch sie nachträglich gewürdigt werden wegen diesem Werk.

Und dann ging einer der Zwölf mit Namen Judas Iskariot zu den obersten Priestern. Er fragte sie: Wieviel wollt ihr mir geben? Ich will ihn euch verraten. Sie zählten ihm mit der Waage 30 Silberstücke ab. Von da an suchte er nach einer günstigen Gelegenheit für einen Verrat. Inzwischen war der erste Tag der ungesäuerten Brote da. Also kamen die Schüler zu Jesus und fragten ihn: Wo willst du das Passahlamm essen? Wo sollen wir es vorbereiten? Daraufhin gab er ihnen diese Anweisung: Geht in die Stadt zu dem und dem. Dann sagt ihm: Der Lehrer lässt dir mitteilen: Der Zeitpunkt ist für mich gekommen. Jetzt will ich bei dir das Passahlamm mit meinen Jüngern essen. Die Schüler handelten genau nach seiner Anweisung. Also bereiteten sie das Passahlamm vor.



ABSCHIEDSESSEN/VERHAFTUNG AM GRÜNDONNERSTAG MATTHÄUS 26;20


Es kam nun der Abend. Er setzte sich mit den zwölf Aposteln hin. Mitten in der Mahlzeit sagte er: Einer von euch wird mich verraten. Das machte sie sehr traurig. Sofort ging bei jedem von ihnen die Fragerei los: Ich bin es doch hoffentlich nicht, Herr? Er antwortete so: Einer wird mit seiner Hand zusammen mit mir in die Schüssel langen. Der wird mich verraten. Der Menschensohn muss zwar von euch gehen nach der Vorhersage in der Bibel. Genauso sicher aber ist jenem Menschen als Verräter des Menschensohns der Fluch. Ach, wäre er doch als Mensch nur nie auf die Welt gekommen!

Beim Essen nahm Jesus das Brot. Er segnete es und zerbrach es. Dann gab er es den Schülern und sagte dabei: Nehmt es und esst davon! Das ist mein Körper! Genauso nahm er auch den Becher. Er dankte und gab ihnen den. Dazu sagte er: Trinkt alle daraus! Dies ist der verbürgte Neuanfang in meinem Blut. Es wird für viele als Verzeihung für böse Taten vergossen werden. Aber ich sage euch: Von jetzt an werde ich nicht mehr Traubensaft oder Wein trinken. Erst wieder an jenem Tag im himmlischen Paradies meines Vaters werde ich es neu mit euch trinken. Zuletzt nach dem Abendlob machten sie sich auf den Weg zum Ölberg.

Da sagte Jesus zu ihnen: Ihr werdet euch alle in der kommenden Nacht über mich aufregen. Es steht nämlich geschrieben: Ich werde den Hirten totschlagen. Die Schafe der Herde werden dann auseinander laufen. Doch nach meiner Auferweckung werde ich euch voran nach Galiläa gehen. Petrus antwortete ihm daraufhin: Vielleicht regen sich alle über dich auf. Ich mach das aber bestimmt nicht! Jesus widersprach ihm: Amen, ich sage dir: Vor dem ersten Hahnenschrei in dieser Nacht wirst du mich dreimal verleugnen. Petrus jedoch sagte: Ich würde sogar für dich sterben. Aber ich würde dich doch niemals verleugnen. Dasselbe sagten auch alle anderen Schüler.

Er kam jetzt mit ihnen zu einem öffentlich zugänglichen Park mit Namen Gethsemane. Dort sagte er zu seinen Schülern: Ich gehe jetzt darüber. Setzt ihr euch während meines Gebetes hier hin. Darauf trennte er sich mit Petrus und den zwei Zebedäussöhnen von ihnen. Mehr und mehr machte sich in ihm eine große Traurigkeit und tiefe Niedergeschlagenheit breit. Schließlich wandte er sich an sie: Ich bin so unsagbar traurig. Meine Seele versinkt in den Tod. Bleibt hier und bleibt wach mit mir. Dann ging er ein paar Meter weiter. Er fiel mit dem Gesicht nach unten hin und betete: Mein Vater, du kannst wohl diesen schweren Kelch wegnehmen. Das würde aber dann nach meinem Willen geschehen. Es wäre nicht nach deinem Willen.

Schließlich kam er zu den Schülern zurück. Doch wie fand er sie vor? Sie waren eingeschlafen. Deshalb ermahnte er Petrus: Könnt ihr nicht mal eine Stunde mit mir wach bleiben? Bleibt wach und betet! Es kommen sonst große Schwierigkeiten auf euch zu. Der Geist gibt zwar die nötige Kraft. Der Schwachpunkt aber ist die menschliche Natur. Da ging er zum zweiten Mal hin und betete wieder: Mein Vater, kann dieser Kelch denn wirklich nicht von mir weggenommen werden? Muss ich ihn also trinken? Dann soll es nach deinem Willen so sein. Anschließend kam er zu ihnen zurück. Und wie fand er sie diesmal vor? Sie waren wieder eingeschlafen. Vor Erschöpfung waren ihnen die Augen zugefallen. Er trennte sich von ihnen und ging noch mal hin. Er betete zum dritten Mal und wieder mit den gleichen Worten. Schließlich kam er zu den Schülern und ermahnte sie: Schlafen und Ausruhen könnt ihr ein andermal! Seht ihr es? Die Stunde ist gekommen. Der Menschensohn wird den Händen der Übeltäter ausgeliefert. Steht auf! Wir gehen.

Seht doch! Da nähert sich mein Verräter. So sprach er und schon sahen sie es. Judas, einer der Zwölf, war da. Mit ihm kam eine mit Schwertern und Knüppeln bewaffnete Menschenmenge. Auch die obersten Priester und Anführer des Volkes waren mit dabei. Dazu hatte sein Verräter ihnen ein verabredetes Zeichen genannt. Ich werde dort jemanden küssen. Genau der ist es. Ihn müsst ihr ergreifen. Schon trat er auf Jesus zu mit den Worten: Was für eine Freude! Da ist ja mein Meister! Dann küsste er ihn überschwenglich. Jesus sagte es ihm jetzt: Freundchen, bist du dafür hier?

Da kamen sie auch schon. Sie griffen mit den Händen nach Jesus. So brachten sie ihn in ihre Gewalt. Und sieh mal an! Einer der Gefolgsleute von Jesus griff nach seinem Schwert. Er riss es heraus und drosch damit auf den Personenschützer des höchsten Priesters ein. Dabei schlug er ihm das Ohr ab. Da sagte Jesus zu ihm: Stecke dein Schwert wieder an seinen Platz zurück. Alle greifen erst mal zum Schwert. Und dann kommen sie selbst um durch das Schwert. Was meinst du? Könnte ich denn nicht meinen Vater bitten? Könnte der etwa nicht auf der Stelle zwölf Armeen Engel bereitstellen? Aber wie sollen sich dann die Verse der Bibel an mir erfüllen? Es muss sich also an mir erweisen. In jener Stunde sagte Jesus zu der Menge: Wie gegen einen Schwerverbrecher seid ihr mit Schwertern und Knüppeln ausgerückt. Wollt ihr mich auf diese Weise ergreifen? Ich saß jeden Tag bei euch im Tempel und unterrichtete. Da habt ihr nicht Hand an mich gelegt. Aber das Ganze muss so ablaufen. Nur so können die Bibelverse der Propheten wahr werden. Daraufhin verließen ihn alle seine Schüler und flüchteten.

Nun hatten sie Jesus in ihrer Gewalt. Sie führten ihn ab zu dem Haus des Hohenpriesters Kaiphas. Dort waren die führenden Theologen und die Anführer bereits zusammengekommen. Petrus ging hinterher in gebührendem Abstand bis zum Hof des Hohenpriesters. Er ging in das Haus hinein und setzte sich zu den Personenschützern. So konnte er am besten den weiteren Vorgang beobachten. Die Hohenpriester, die Anführer und die oberste Ratsversammlung trugen unterdessen verschiedene Verleumdungen gegen Jesus zusammen. Darin wollten sie etwas Todeswürdiges gegen ihn finden. Doch sie fanden nichts Geeignetes. Zum Schluss kamen zwei an und sagten: Folgendes hat er behauptet: Ich kann den Tempel Gottes abreißen und in drei Tagen wieder aufbauen. Jetzt stand der Hohepriester auf und fragte ihn: Warum antwortest du nichts auf die Zeugenaussagen gegen dich? Doch Jesus schwieg weiter.

Schlussendlich sprach der Hohepriester zu ihm: Ich fordere dich auf bei dem lebendigen Gott als Zeuge. Sage es uns: Bist du der Christus, der Sohn von Gott? Jesus antwortete ihm so: Du hast es ja selbst gesagt! Ich sage euch aber noch mehr. Schon bald werdet ihr es sehen: Der Menschensohn wird seinen Sitz rechts vom Allmächtigen haben und unter sich bei seinem Kommen himmlische Wolken. Da zerriss der Hohepriester sein Priestergewand mit dem Ausruf: Was für eine Lästerung! Brauchen wir denn noch mehr Beweise? Seht doch! Ihr habt nun selbst seine Lästerung gehört. Was ist euer Urteil? Sie antworteten: Er ist des Todes schuldig! Einige spuckten ihm nun ins Gesicht und schlugen mit Fäusten zu. Sie gaben ihm Ohrfeigen und sagten dazu: Wir wär es mit mit einer Prophetie für uns, du Christus? Wer war es? Wer hat dich eben geschlagen?

Derweil saß Petrus draußen im Hof. Da kam eine Angestellte auf ihn zu und sagte: Du warst doch auch bei Jesus, dem Galiläer! Er aber stritt es vor ihnen allen ab mit den Worten: Ich weiß von nix! Was redest du da? In der Nähe des Eingangs bemerkte ihn eine andere und sagte den dort Umherstehenden: Der da war auch bei Jesus, dem Nazarener! Er jedoch stritt es noch mal ab und gab sein Ehrenwort: Ich weiß nix von dem Typen! Nach einer Weile kamen die Umherstehenden näher und sprachen Petrus an: Natürlich bist du auch einer von ihnen. Dein Dialekt verrät dich doch. Da legte er los: Verdammt noch mal! Ich schwöre! Ich kenn den Typen nicht! In dem Moment krähte der Hahn. Jetzt erinnerte sich Petrus an das Wort von Jesus. Der hatte es ihm vorausgesagt: Noch vor dem ersten Hahnenschrei wirst du mich dreimal verleugnen. Und Petrus ging nach draußen. Dort schrie er seine ganze Not heraus.

Gegen Morgen dann gab es eine gemeinsame Beratung aller Hohenpriester und Anführer des Volkes über Jesus. Darin besiegelten sie seinen Tod. Dazu wurde er gefesselt, abgeführt und dem Regierungspräsidenten Pontius Pilatus ausgeliefert. Inzwischen wusste auch Judas, der Verräter, um den Schuldspruch. Es packte ihn deswegen Reue. Er brachte die 30 Silberstücke den Hohenpriestern und Anführern zurück mit den Worten: Ich habe einen schlimmen Fehler gemacht. Ich habe einen Unschuldigen verraten. Darauf erwiderten sie: Ist das unser Problem? Sieh du selbst zu! Kurzerhand warf er die Silberstücke in den Tempel und machte sich davon. Er ging an einen geeigneten Ort und erhängte sich dort.

Die Hohenpriester nahmen nun die Silberstücke erst mal an sich. Aber sie sagten: Wir können das nicht als Spende für den Tempel verwenden. Da klebt doch Blut dran! Also beratschlagten sie zunächst. Dann kauften sie mit dem Geld einem Töpfer ein Grundstück ab. Das wurde von da an als Armenfriedhof für Ausländer genutzt. Bis auf den heutigen Tag heißt dieses Grundstück blutiger Friedhof. Dadurch trat eine Vorhersage ein aus dem Buch der Propheten, angefangen bei Jeremia: Sie nahmen die 30 Silberstücke. Das war mein offizieller Schätzwert. So viel war ich dem Volk Israel wert. Das Geld gaben sie für das Grundstück eines Töpfers aus. Und genau so hatte es mir der Herr vorherbestimmt..

Danach wurde Jesus vor den Regierungspräsidenten geführt. Gleich stellte der Regierungspräsident ihm die Frage: Bist du der König der Judäer? Jesus antwortete ihm: Du hast das gesagt! Auf die Anklageerhebung der Hohenpriester und Anführer antwortete er aber nichts. Daraufhin stellte Pilatus ihm die Frage: Hörst du denn nicht die vielen Anklagepunkte gegen dich? Er aber ging auf keinen einzige Frage ein. Das war für Pilatus unfassbar.

Nun war aber der Regierungspräsident nach Gewohnheitsrecht beim Passahfest zur Freigabe eines vom Volk erbetenen Gefangenen verpflichtet. Es gab damals einen üblen Burschen unter den Gefangenen mit Namen Barabbas. An die versammelte Menge gewandt fragte Pilatus: Welchen wollt ihr begnadigt haben? Ist es Barabbas oder ist es Jesus mit Beinamen Christus? Er hatte nämlich ihren Neid als Motiv für dessen Auslieferung erkannt. Inzwischen saß er wieder auf der Empore. Dorthin schickte seine Frau ihm diese Nachricht: Unternimm du nichts gegen diesen Gerechten! Heute im Traum habe ich seinetwegen viel durchgemacht.

Aber die Hohenpriester und die Anführer beeinflussten die Meinungsbildung im Volk. Von da an wollte die Menge in dieser Frage für Barabbas stimmen und Jesus umbringen lassen. Die Antwort kam mit den Worten des Regierungspräsidenten: Welchen wollt ihr begnadigt haben? Welchen von den beiden soll ich freilassen? Sofort riefen sie: Barabbas! Pilatus fragte nach: Und was für ein Urteil soll ich fällen über Jesus mit Beinamen Christus? Alle brüllten los: Er soll ans Kreuz genagelt werden! Der Regierungspräsident wandte dagegen ein: Welches Verbrechen hat er denn getan? Doch sie schrieen mit Übermacht: Er soll ans Kreuz genagelt werden!

Pilatus erkannte dadurch seine Ohnmacht. Letztlich hatte er einen noch größeren Aufruhr verursacht. Deshalb holte er Wasser herbei. Dann wusch er sich vor der ganzen Volksmenge die Hände. Dabei erklärte er: Ich habe keine Schuld am Blut dieses Gerechten! Da müsst ihr mit klarkommen! Darauf gab das Volk zur Antwort: Sein Blut bedecke uns und unsere Kinder! Hierauf begnadigte er ihnen zuliebe Barabbas. Jesus aber ließ er auspeitschen. Danach lieferte er ihn aus zur Hinrichtung am Kreuz.

Die Soldaten des Regierungspräsidenten nahmen anschließend Jesus mit in das Regierungspräsidium. Die ganze Abteilung umringte ihn. Sie zogen ihn aus. Sie legten ihm einen roten Mantel um. Sie bastelten aus Dornen ein Haarband. Das zogen sie ihm auf den Kopf an. In der rechten Hand musste er einen Stecken halten. Jetzt fielen sie vor ihm nieder auf die Knie. Sie verspotteten ihn mit den Worten: Lach doch mal, du König der Judäer! Danach spuckten sie ihn an. Sie nahmen ihm den Stecken ab und schlugen ihn damit auf den Kopf. Nun hatten sie ihn genug verspottet. Sie zogen ihm den Mantel wieder aus und seine eigene Kleidung an.