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Ostergeschichten
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  Matthäus 4.0

             HINRICHTUNG UND TOD AM KARFREITAG MATTHÄUS 27;31b

Direkt danach führten sie ihn ab zur Hinrichtung am Kreuz. Auf dem Weg dort hinaus trafen sie auf einen Mann aus Kyrene. Sein Name war Simon. Dem legten sie unter Androhung von Gewalt das Kreuz Jesu auf. So kamen sie bis zu der Stelle mit Namen Golgatha. Das heißt übersetzt Hügel der Schädelknochen. Dort wollten sie ihn Wein mit Galle vermischt trinken lassen. Er kostete zwar davon. Doch dann wollte er nicht davon trinken. Also nagelten sie ihn so ans Kreuz. Anschließend verteilten sie seine Kleider nach dem Verlosungsprinzip. Dann setzten sie sich auf den Boden und beobachteten ihn von dort aus. Oben über seinem Kopf befestigten sie eine Inschrift mit dem Grund für seine Hinrichtung: Das ist Jesus, der König der Judäer! Außer ihm waren noch zwei Straßenräuber ans Kreuz genagelt worden, einer zur Rechten, der andere zu seiner Linken.

Die Vorbeigehenden verspotteten ihn jetzt. Sie schüttelten den Kopf und sagten: Wolltest du nicht den Tempel abreißen und in drei Tagen wieder aufbauen? Jetzt reiß dich mal selbst wieder los! Du bist doch angeblich der Sohn vom Gott. Dann kannst du auch vom Kreuz runterklettern. Genauso verlästerten ihn die Hohenpriester mit den führenden Theologen und den Anführern. Sie riefen: Die anderen hat er gerettet. Aber sich selbst kann er da nicht herausretten! Er ist doch angeblich der König von Israel. Dann könnte er ja kurzerhand vom Kreuz herabsteigen. In dem Fall würden wir bestimmt an ihn glauben. Auf Gott hat er sich verlassen. Der kann ihn jetzt da herausholen. Will er ihn überhaupt herausholen? Er kommt ja immer damit: Ich bin der Sohn von Gott. Genauso verspotteten ihn auch die mit ihm ans Kreuz genagelten Straßenräuber.

Ab 12 Uhr mittags dann wurde es im ganzen Land dunkel bis 3 Uhr. Gegen 3 Uhr nachmittags aber schrie Jesus seine ganze Not heraus mit den Worten: Eli, Eli, lama asabtani? Das bedeutet: Gott, du bist doch mein Gott! Warum lässt du mich jetzt im Stich? Einige der dort Herumstehenden hörten das. Sie meinten dazu: Der ruft scheints den Elia! Sofort kam einer an und schnappte sich einen Schwamm. Dann tauchte er ihn in Essig und befestigte das Ganze an einem Stecken. Das reichte er ihm als Getränk an. Die anderen aber meinten: Aufgepasst! Wir beobachten mal weiter. Vielleicht kommt ja bald der Elia und erhört ihn. Ein anderer schnappte sich einen Speer. Damit stach er seitlich in seinen Oberkörper. Da lief Wasser und Blut heraus. Jesus aber schrie nochmal seine ganze Not heraus und gab so seinen Lebensatem hin.

Und mitfolgende Zeichen waren da: Der Vorhang des Tempels zerriss sich in zwei Stücke von oben bis unten. Die Erde fing an zu beben. Tiefe Risse bildeten sich im Felsgestein. Grabstätten sprangen auf. Dabei wurden die Körper von vielen verstorbenen Heiligen aus der Grabruhe gerissen. Die kamen später dann als Folge seiner eigenen Auferstehung aus ihren Gräbern heraus. Sie machten sich sogar auf in die Stadt und erschienen dort vielen Menschen. Der Befehlshaber und die ihm unterstellten Soldaten hatten bis dahin Jesus bewacht. Jetzt bekamen sie große Angst. Sie erlebten hautnah das Erdbeben mit und die anderen Vorkommnisse. Deshalb bekannten sie: Wirklich, dieser Mensch war der Sohn von Gott!

Es waren auch mehrere Frauen dort. Die beobachteten alles aus der Entfernung. Unter anderem waren da Maria aus Magdala und Maria, die Mutter von Jakobus und Joses, außerdem die Mutter der Söhne von Zebedäus. Inzwischen war es Abend geworden. Da kam ein reicher Mann von Arimathia mit Namen Josef. Er war selbst schon ein Schüler von Jesus geworden. Der erschien bei Pilatus mit der Bitte um Herausgabe des Leichnams von Jesus. Demgemäß befahl Pilatus die Herausgabe der Leiche. Josef nahm den Leichnam an sich und wickelte ihn in saubere Leintücher ein. Dann legte er ihn in sein eigenes neues Grab. Das hatte er aus dem Felsen heraushauen lassen. Er wälzte einen dicken Felsbrocken vor den Eingang des Grabes und ging wieder weg. Maria aus Magdala und die andere Maria waren auch dabei. Sie hatten sich mit Blickrichtung Grab dort hingesetzt.

Am Morgen nach dem Vorbereitungstag für den Sabbat kamen die obersten Priester und die ultraorthodoxen Frommen gemeinsam zu Pilatus und sagten: Lieber Herr, nach unserer Erinnerung hat dieser Irre folgendes behauptet noch zu Lebzeiten: Nach drei Tagen werde ich auferweckt sein. Du musst deshalb unbedingt die Bewachung des Grabes bis zum driten Tag hin anordnen. Andernfalls kommen seine Schüler und stehlen ihn. Anschließend behaupten sie dann dem Volk gegenüber: Jetzt ist er von den Toten auferweckt worden. Dadurch würde diese letzte Behauptung noch verheerenderen Schaden verursachen als seine allerersten. Pilatus antwortete darauf: Nehmt die Wachleute, macht euch auf den Weg und sichert das Grab nach eurem besten Wissen. Also machten sie sich mit der Wache auf den Weg. Das Grab sicherten sie ab. Dazu versiegelten sie den davorgewälzten Felsbrocken. Das war am Abend vor den Feiertagen.

          AUFERSTEHUNGSBERICHT VOM OSTERMORGEN MATTHÄUS 28;1    

Dann kam an einem der Feiertage die Morgendämmerung. Mit ihr kam Maria, die aus Magdala, und die andere Maria. Sie wollten nach der Grabstätte schauen. Da geschah als besonderes Zeichen ein riesiges Erdbeben. Der Grund dafür war ein Engel des Herrn. Der war aus dem Himmel heruntergestiegen und herbeigeeilt. Er wälzte den Stein vom Eingang weg und setzte sich anschließend oben darauf. Sein Erscheinen war wie ein heller Blitz. Auch seine Kleidung war weiß wie Schnee. Aus Angst vor ihm zitterten die Wachleute und erschreckten sich fast zu Tode.

Jetzt sprach der Engel die Frauen an. Er sagte: Ihr braucht euch nicht zu fürchten! Ich weiß es ja. Ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten. Hier ist er aber nicht. Er wurde nämlich auferweckt. So hat er es auch vorausgesagt. Kommt her und seht es euch selbst an. Hier ist nur noch die vormalige Lagerstätte des Herrn. Lauft daher schnell hin und sagt seinen Schülern: Er wurde durch den Tod hindurch auferweckt. Und das nehmt zum weiteren Zeichen: Er geht euch voran nach Galiläa. Dort könnt ihr ihn dann sehen. Es ist ein Zeichen. Ich habe es vorausgesagt.

Also liefen sie schnell weg. Mit Furcht und gleichzeitig großer Freude machten sie sich von der Grabstätte aus auf den Weg zu seinen Schülern. Ihnen wollten sie es gleich berichten. Auf dem Weg zu dieser Berichterstattung an die Schüler trat wieder ein Zeichen ein: Jesus begegnete ihnen und sagte: Freut euch! Da kamen sie zu ihm, ergriffen seine Füße und fielen vor ihm nieder. Doch Jesus sagte zu ihnen: Ihr braucht euch nicht zu fürchten! Geht aber hin und berichtet es meinen Brüdern. Sie sollen nach Galiläa gehen. Dort werden sie mich letztendlich sehen.

          AM ABEND DES OSTERTAGS MATTHÄUS 28;11

Nach ihrem Weggang zeichnete sich folgendes ab: Einige der Wachleute kamen in die Stadt. Dort erstatteten sie den obersten Priestern Bericht über die bisherigen Vorkommnisse. Die nun trafen sich mit den Anführern des Volkes zu gemeinsamen Beratungsgesprächen. Als Ergebnis gaben sie den Wachleuten reichlich Silbermünzen mit dem Auftrag: So sollt ihr behaupten: Seine Jünger kamen nachts und haben ihn gestohlen. Wir jedoch waren zu der Zeit am schlafen. Möglicherweise kommt das zwar dem Regierungspräsidenten zu Ohren. Wir werden ihm aber gut zureden. So braucht ihr euch nicht beunruhigen deswegen. Also nahmen sie die Silbermünzen an. Anschließend führten sie den ihnen erteilten Auftrag aus. Ihre Behauptungen sind dadurch bis auf den heutigen Tag bei den Juden weit verbreitet.

         CHRISTI HIMMELFAHRT MATTHÄUS 28;16

Die elf Apostel waren inzwischen auf dem Weg zu einem Berg in Galiläa. Dorthin hatte Jesus sie bestellt. Bei seinem Anblick fielen sie vor ihm zu Boden. Gleichzeitig hatten sie so ihre Zweifel. Daraufhin kam Jesus näher und redete mit ihnen. Er sagte: Ich habe Vollmacht über alles im Himmel und der Erde bekommen. Deshalb könnt ihr jetzt losgehen. Macht Menschen in allen Ländern zu meinen Schülern. Tauft sie im Auftrag vom Vater, vom Sohn und vom heiligen Geist. Und das ist das Zeichen: Ich bin täglich mitten unter euch bis zum Ende dieses Zeitalters. Amen, ja gewiss es soll geschehen.