Startseite
Impressum
Gründliche Notizen 1
Gründliche Notizen 2
Gründliche Notizen 3
Kurznachrichten 1
Ausführlicher Bericht 1
Nachdenkliche Worte 1
Isa (Jesus) und Koran
Theaterchorythmie
frei benutzbare Texte




Ostergeschichten
         nach
  Matthäus 2.0

Anmerkungen:
Der Verfasser beschreibt das Leben Jesu aus der Quelle
von Markus, eines Schülers von Simon Petrus in Rom,
ergänzt durch Sondergut der Familie von Jesu
Stiefvater
Josef und seines Schülers Matthäus.

FASTNACHT-ASCHERMITTWOCH-FASTENZEIT MATTHÄUS 4;1

Damals wurde Jesus vom Geist hinaus in die Wüste getrieben. Unbedingt sollte der Satan ihn hier auf die Probe stellen. Er fastete 40 Tage und 40 Nächte. Zuletzt hatte er großen Hunger. In diesem Moment trat der Satan an ihn heran. Der sagte zu ihm: Bist du nicht Gottes Sohn? Ein Wort von dir genügt. Schon werden diese Steine zu Brot. Er aber antwortete: Das steht geschrieben: Nicht nur vom Brot lebt der Mensch. Er lebt von jedem Wort aus Gottes Mund. Anschließend nahm ihn der Satan mit sich in die heilige Stadt. Er stellte ihn auf das Dach des Tempels. Hierbei sagte er zu ihm: Bist du nicht Gottes Sohn? Spring einfach runter. Das steht geschrieben: Er wird seine Engel zu dir schicken. Die werden dich mit ihren Händen auffangen. Dein Fuß wird dabei den Steinboden nicht einmal berühren. Jesus widersprach ihm: Das steht wiederum auch geschrieben: Du sollst Gott, deinen Gott, nicht auf die Probe stellen. Nochmal nahm ihn der Satan mit sich. Diesmal führte er ihn auf einen sehr hohen Berg. Er stellte ihm alle Reiche der Welt als total herrlich hin. Dazu sagte er ihm: Das alles schenk ich dir. Vorher musst du allerdings auf die Knie gehen. Dabei sollst du mich anbeten. Daraufhin meinte Jesus zu ihm: Hau ab Satan! Das steht geschrieben: Gott, deinen Gott, sollst du anbeten. Ihm allein sollst du Gottesdienst halten. Da trennte sich der Satan von ihm. Das war das Zeichen: Die Engel kamen herbei. Von da an waren sie seine Diener.

Palmsonntag MATTHÄUS 21;1

Nun rückte aber Jerusalem immer näher.
Schon kamen sie nach Bethphage an den
Ölberg. Jesus schickte zwei seiner Schüler
los. Dazu sagte er: Geht in das Dorf direkt
vor euch. Gleich am Anfang werdet ihr eine
Eselin finden. Ein Fohlen ist bei ihr.
Macht sie los und bringt sie her.

Bestimmt wird euch jemand deswegen ansprechen. Dann antwortet: Der Herr braucht sie. Er schickt sie aber bald wieder hierher. Damit tritt eine alte Vorhersage ein. Der Prophet hatte es vorausgesagt: Nachricht an die Tochter Zion: Das ist das Zeichen. Dein König kommt zu dir. Er ist sanftmütig und reitet auf einer Eselin. Besser gesagt sitzt er auf einem Fohlen, dem Jungen des Lasttiers. Also gingen die Jünger hin und machten es so. Das passende Vorgehen dabei hatte Jesus ihnen aufgetragen.

Sie brachten die Eselin und das Fohlen. Sie legten ihre Kleidung auf sie. Und er sitzte auf. Eine Menge Leute legten ihre Kleider auf die Straße. Wieder andere schnitten Zweige von den Bäumen. Damit bedeckten sie den Weg. Viele gingen vorneweg. Ebenso viele folgten hinterher. Sie alle riefen laut: Rette uns, Sohn Davids, du Gesegneter! Komm im Namen Gottes, des Höchsten, und rette uns!

So kam Jesus nach Jerusalem. Die Menschen in der Stadt regten sich voll auf. Überall wurde gefragt: Wer ist der überhaupt? Die Leute antworteten darauf: Das ist doch der Prophet Jesus aus Nazareth in Galiläa! Inzwischen hatte Jesus den Tempel erreicht. Kurzerhand verjagte er alle Händler und ihre Kunden. Er warf die Tische der Geldwechsler auf den Boden. Den Taubenverkäufern riss er die Stühle um. Zu ihnen allen sagte er: Das steht geschrieben: Von meinem Haus soll es heißen: Dies ist ein Haus für Beter. Ihr aber macht es zu einem Geschäftsmodell für Halsabschneider.

Es kamen auch Blinde und Gelähmte im Tempel zu ihm. Die machte er wieder gesund. Die obersten Priester und führenden Theologen sahen seine unbegreiflichen Handlungen. Sie hörten auch die Kinder laut rufen: Rette uns, du Sohn Davids! Darüber regten sie sich auf und fragten ihn deshalb: Hörst du deren Worte? Jesus entgegnete: Ja, doch! Habt ihr das etwa nie gelesen: Aus dem Stammeln von Unterentwickelten und Säuglingen machst du dir das schönste Lob. Daraufhin ließ er sie stehen. Er verließ die Stadt Richtung Bethanien. Dort übernachtete er.

Am anderen Morgen ging er zurück in die Stadt. Unterwegs bekam er Hunger. Zum Glück fand er am Wegrand einen Feigenbaum. Gleich ging er hin. Dummerweise fand er nichts an ihm außer Blätter. Spontan sprach er ihn an: Nie mehr wirst du Frucht tragen. Das gilt für immer. Tatsächlich vertrocknete der Feigenbaum auf der Stelle. Das sahen auch die Jünger. Erstaunt fragten sie: Wie kommt das nur? Der Feigenbaum ist sofort vertrocknet. Jesus antwortete ihnen: Amen! Das sage ich euch: Habt Glauben und keinen Zweifel. Ihr werdet sowas dann nicht nur mit dem Feigenbaum erleben. Ihr werdet darüberhinaus auch zu diesem Berg hier sprechen können: Schmeiß dich ins Meer. Genauso wird es dann passieren. Denn ihr bekommt alles. Ihr müsst aber im Gebet darum bitten. Überhaupt aber müsst ihr es glauben.

Anschließend kam er in den Tempel. Sofort waren auch die obersten Priester und die Oberaufseher des Volkes da. Die fragten ihn wegen seiner Lehre aus: Aus welcher Vollmacht heraus darfst du das tun? Wer hat dir die Erlaubnis dazu gegeben? Jesus antwortete ihnen: Auch ich werde euch eine Frage stellen. Könnt ihr mir die beantworten? In dem Fall werde ich euch auch Antwort geben zu meinen vollmächtigen Handlungen. Woher war die Taufe des Johannes? War die vom Himmel oder von Menschen? Jetzt überlegten sie ihre Antwortmöglichkeiten. Wir könnten sagen: Sie war vom Himmel. Gleich wird er uns vorhalten: Warum habt ihr ihm dann nicht geglaubt? Oder wir sagen einfach: Sie war von Menschen. Dann hätten wir allerdings die Volksmenge auf dem Hals. Schließlich halten alle Johannes für einen Propheten. Also antworteten sie Jesus: Das wissen wir nicht. Entsprechend erwiderte er ihnen: Dann brauch ich euch auch nichts sagen zu meinen vollmächtigen Handlungen.

Was sagt ihr dazu? Es war einmal ein Mann. Der hatte zwei Kinder. Er ging zu dem ersten Kind hin und sprach: Kind, geh heute zum arbeiten in meinen Weinberg. Zwar antwortete der: Ich mag nicht! Dann tat es ihm aber leid. So ging er doch noch hin. Daraufhin trat er an das zweite Kind heran mit derselben Bitte. Der nun antwortete: Wird gemacht, Vater! Dann ging er aber nicht hin. Welcher der zweien hat auf den Vater gehört? Sie antworteten: Klar der erste! Spricht Jesus zu ihnen: Amen! Ich sage euch: Die Finanzbeamten und Prostituierten gehen vor euch in das himmlische Paradies Gottes. Johannes nämlich kam auf dem geraden Weg als Gerechter zu euch. Ihr aber habt ihm nicht geglaubt. Die Finanzbeamten und Prostituierten aber haben ihm geglaubt. Das habt ihr selbst sehen können. Warum tat es euch dann aber nicht leid? So hättet ihr ihm doch noch glauben können. Darum hört ein weitere Kurzgeschichte:

Es war einmal ein Landbesitzer. Der legte einen Weinberg an. Drumherum schichtete er eine Mauer aus Steinen auf. Mitten hinein baute er eine Vorrichtung zum Auspressen der Früchte. Dann mauerte er einen Wachtturm hoch. Er vermietete alles an Weingärtner und ging in Urlaub. Zu gegebener Erntezeit sandte er seine Angestellten zu den Weingärtnern. Die sollten die Pachtgebühr abholen. Die Weingärtner ergriffen jedoch die Angestellten. Einen verprügelten sie. Den anderen beseitigten sie. Den letzten steinigten sie sogar. Daraufhin sandte er noch mehrere andere Angestellte. Doch mit ihnen trieben sie das gleiche Spiel. Zum Schluss sandte er seinen Sohn zu ihnen. Er sagte sich nämlich: Vor meinem Sohn werden sie ja wohl Respekt haben. Die Weingärtner erkannten den Sohn sofort. Sie besprachen sich untereinander: Der erbt das alles einmal. Kommt! Lasst uns ihn beseitigen. Dann gehört sein Erbteil uns. Sie packten ihn und schmissen ihn aus dem Weinberg. Dabei brachten sie ihn um.

Was wird wohl der Weinbergbesitzer nach seiner Rückkehr mit solchen Weingärtnern machen? Sie antworteten ihm: Diese Verbrecher! Er wird sie alle umbringen. Den Weinberg aber wird er an andere Weingärtner verpachten. Die werden zu gegebener Zeit die Pachtgebühr abliefern. Nun sagte Jesus es ihnen: Habt ihr das denn nie in der Schrift gelesen: Es gibt da einen Stein. Den wollten die Architekten schon wegwerfen. Doch nun ist er das tragende Fundament. Das hat Gott so gemacht. Er handelt auf wunderbare Weise direkt vor unseren Augen. So sage ich euch dies: Das himmlische Paradies wird euch weggenommen werden. Ein anderes Volk wird es bekommen. Das wird die Pachtgebühr aufbringen. Und in Bezug auf den Stein könnt ihr alle darüber zu Fall kommen. Dann werdet ihr in viele Stücke zerspringen. Dieser Stein kann aber auch auf euch fallen. Dann werdet ihr wie Schalenreste in alle Winde zerstreut. Die obersten Priester und die ultraorthodoxen Frommen hörten seine Kurzgeschichten. Sie erkannten darin folgendes: Er zielte auf sie damit. Von da an wollten sie ihn verhaften lassen. Sie hatten jedoch Angst vor der Volksmenge. Die achtete ihn nämlich als Prophet.

Daraufhin ergriff Jesus erneut das Wort. Wieder redete er in Kurzgeschichten zu ihnen: Das himmlische Paradies könnt ihr euch so vorstellen. Ein Mensch, ein König, will seinem Sohn eine schöne Hochzeitsfeier ausrichten. Er sendet seine Angestellten aus. Sie sollen die Gäste zur Hochzeitsfeier einladen. Die wollten aber gar nicht kommen. Da schickte er weitere Angestellte los. Er gab ihnen den Auftrag: Sagt den Gästen: Seht selbst! Das Essen ist fertig. Rinder und Mastvieh sind koscher geschlachtet. Alles ist bereit. Lasst uns die Hochzeit feiern! Das war ihnen aber egal. Jeder ging weiter seine Wege. Der eine ging aufs Feld. Der andere kümmerte sich um seine Firma. Die Übrigen schnappten sich seine Angestellten. Sie misshandelten und ermorderten sie.

Nun wurde der König aber sowas von wütend. Er schickte sein Militär. Er brachte die Mörder um. Die Stadt ließ er niederbrennen. Anschließend sagte er zu seinen Angestellten: Die Hochzeit ist richtig vorbereitet. Nur die Gäste waren die falschen. Geht nun an die Straßenecken. Verteilt Einladungen an alle dort auffindbaren Leute. Also gingen die Angestellten auf die Straßen. Sie sammelten alle dort auffindbaren Leute auf. Darunter waren Böse genauso wie auch Gute. Und der Hochzeitssaal war zum Schluss voll mit Tischgästen. Schon kam auch der König. Er wollte sich die Tischgäste anschauen. Da fällt sein Blick auf einen Menschen. Dieser hatte sich keine Hochzeitskleidung angezogen. Also spricht er ihn an: Hey du! Wie konntest du eigentlich reinkommen ohne Hochzeitskleidung? Er gab aber keine Antwort. Also befahl der König den Angestellten: Fesselt ihm Füße und Hände. Schmeißt ihn raus in die Dunkelheit da draußen. Dort werden sie dann rumjammern und auf die Zähne beißen müssen. Denn viele kommen zwar in die Auswahl. Wenige aber nur werden genommen.

Die ulthraorthodoxen Frommen kamen daraufhin zusammen und hielten Rat. Sie wollten ihn anhand seiner Äußerungen überführen. Dazu schickten sie ihre Anhänger zusammen mit denen von Herodes zu ihm. Die sagten: Lehrer, wir kennen deine Wahrheitsliebe. Du lehrst den wahren Weg zu Gott. Du handelst unabhängig. Du schaust nicht auf Äußerlichkeiten des Menschen. So sage uns nun deine Meinung: Dürfen wir dem Kaiser Steuern zahlen oder nicht? Jesus erkannte sofort ihre Hinterlistigkeit. Er sagte: Wollt ihr mich reinlegen, ihr Heuchler? Zeigt mir eine Münze. Sie gaben ihm eine Dinarmünze. Nun fragte er sie: Von wem ist das Bild und die Inschrift da drauf? Sie antworteten: Vom Kaiser! Also sagte er ihnen: Dann gebt doch dem Kaiser das Kaiserliche. Gott aber gebt das Göttliche. Das hörten sie und waren schwer am Staunen. Sie ließen ihn in Ruhe und machten sich davon.

Am selben Tag machten sich liberale Reformer an ihn heran. Diese Leute streiten jegliche Auferstehung ab. Sie befragten ihn: Lehrer, Mose hat uns das vorgeschrieben. Angenommen, ein Mann stirbt und hinterlässt keine Kinder. Nun soll der Bruder als Schwager dessen Frau heiraten. Dann soll er mit ihr Kinder zeugen an Stelle des Bruders. Da waren aber jetzt sieben Brüder. Der erste heiratete die Frau und starb. Er hatte aber keine Kinder mit ihr. So hinterließ er diese Frau seinem Bruder. Genauso ging es auch dem dritten bis hin zum siebten. Zum Schluss starb auch noch die Frau. Mit welchem der sieben ist die Frau bei der Auferstehung verheiratet? Immerhin haben alle sie zur Frau gehabt. Jesus erwiderte ihnen: Ihr liegt völlig falsch. Ihr kennt weder die Schrift noch die Kraft von Gott. Das geschieht bei der Auferstehung: Da heiraten sie nicht noch werden sie verheiratet. Sie sind dann wie die Engel von Gott im Himmel. Und nun zu den Toten bei ihrer Auferstehung: Habt ihr nicht die Rede Gottes gelesen? Ich bin der Gott von Abraham. Ich bin der Gott von Isaak und der Gott von Jakob. Er ist kein Gott von Toten. Er ist der Gott von Lebenden.

Das hörten alle Leute dort. Sie waren total erstaunt über seine Lehre. Auch die ultraorthodoxen Frommen hatten das mitbekommmen. Er hatte nämlich die liberalen Reformer zum Schweigen gebracht. Nun kamen stattdessen sie an der selben Stelle zusammen. Einer von ihnen, ein führender Theologe, fragte ihn zunächst aus. Er wollte ihn dadurch reinlegen: Lehrer, welches Gebot im Gesetz ist das größte? Er entgegnete ihm so: 1. Du sollst Gott, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, aus tiefster Seele und mit wachem Verstand. Das ist das größte und erste Gebot. Genauso wichtig ist aber dieses: 2. Du sollst deinen Nächsten so lieben wie dich selbst. An diesen zwei Geboten ist komplett das Gesetz und die Propheten festgemacht.

Mittlerweile waren alle ultraorthodoxen Frommen versammelt. Da fragte Jesus sie: Was haltet ihr von Christus? Von wem ist er der Sohn? Sie antworteten ihm: Von David! Darauf fragte er sie: Wie kann ihn dann der mit heiligem Geist gefüllte David einfach Herr nennen? Denn er sagt ja: Gott hat geredet zu meinem Herrn. Setz dich rechts neben mich. Dann leg ich dir deine Feinde zu Füßen. David nennt ihn also einfach Herr. Wieso ist er dann sein Sohn? Niemand konnte ihm darauf eine vernünftige Antwort geben. Aus Angst stellte ihm von da an auch keiner mehr eine Frage.

Anschließend sprach Jesus zur Volksmenge und zugleich zu seinen Jüngern: Auf dem Stuhl von Moses haben sich führende Theologen und ultraorthodoxe Fromme breitgemacht. Ihr sollt nun nach allen ihren Vorschriften tun und sie halten. Aber orientiert euch nicht an ihren Taten. Genau schreiben sie es anderen vor. Sie selbst leben aber nicht danach. Sie schnüren schwere und damit untragbare Pakete. Die legen sie den Menschen auf den Rücken. Selbst wollen sie aber keinen Finger krumm machen. Dafür wollen sie mit allen ihren Werken bei den Menschen angesehen sein. Sie verzieren ihre ständig prunkvolleren Gewänder mit immer heiligeren Zeichen.

Beim Buffet müssen sie natürlich als erste ran. Beim Gottesdienst sitzen sie entsprechend in der ersten Reihe. In der Öffentlichkeit wollen sie hochachtungsvoll gegrüßt werden. Die Menschen sollen möglichst immer großer Bruder zu ihnen sagen. Ihr aber sollt euch nicht großer Bruder nennen lassen. Einer ist nämlich euer großer Bruder. Ihr aber seid alle nur kleine Geschwister. Ebenso sollt ihr niemanden auf Erden heiliger Vater nennen. Einer ist schließlich euer heiliger Vater, der himmlische. Lasst euch auch nicht Lehrmeister der Religion nennen. Nur einer ist euer Lehrmeister, der Christus. Der Größte unter euch soll demnach ein Dienender sein. Mach dich also nicht selber größer. Du wirst sonst schnell ganz klein. Halte dich lieber selbst für niedrig. Dann wirst du zuletzt hochgehoben.

Ihr tut mir in der Seele weh. Ihr seid führende Theologen, ultraorthodoxe Fromme und gleichzeitig hinterhältige Scheinheilige. Ihr versperrt den Menschen die Tür zum himmlischen Paradies. Weder geht ihr selbst hinein noch lasst ihr nur einen der Suchenden hineingehen.

Ihr tut mir in der Seele weh. Ihr seid führende Theologen, ultraorthodoxe Fromme und gleichzeitig hinterhältige Scheinheilige. Ihr macht Reisen auf dem Land und auf dem Meer. Dabei wollt ihr wen zu einem Konvertiten machen. Bei Erfolg eurer Bemühungen wird er anschließend zu einem Götzendiener. Und das Ganze dann doppelt so schlimm wie bei euch.

Ihr tut mir in der Seele weh. Ihr seid blinde Führer. Ihr sagt: Beim Tempel schwören hilft nicht. Du musst beim Gold des Tempels schwören. Das hilft. Ihr seid unwissend und blind. Was ist wohl größer? Ist es das Gold oder der Tempel mit dem dafür gespendeten Gold? Außerdem sagt ihr: Beim Altar schwören hilft nicht. Du musst beim darauf liegenden Opfer schwören. Das hilft. Ihr seid unwissend und blind. Was ist wohl größer? Ist es das Opfer oder der für den Gottesdienst geweihte Altar? Der Schwur beim Altar gilt für den Altar und dem darauf liegenden Opfer. Der Schwur beim Tempel gilt für den Tempel und dem darin Wohnenden. Und der Schwur beim Himmel gilt für den Thron Gottes und dem darauf Sitzenden.

Ihr tut mir in der Seele weh. Ihr seid führende Theologen, ultraorthodoxe Fromme und gleichzeitig hinterhältige Scheinheilige. Ihr lasst euch den Zehnten geben von der Pfefferminze, dem Dillkraut und dem Kümmel. Aber das Wichtigste im Gesetz Gottes, Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Glauben lasst ihr weg. Man darf doch nicht das eine beachten und das andere dabei weglassen. Ihr seid unwissend und blind. Die Mücke siebt ihr heraus. Gleichzeitig schluckt ihr aber ein Kamel runter.

Ihr tut mir in der Seele weh. Ihr seid führende Theologen, ultraorthodoxe Fromme und gleichzeitig hinterhältige Scheinheilige. Ihr putzt die Tassen und die Teller schön von außen. Innen drinnen aber sind sie versifft durch Diebstahl und Habgier. Du bist blind als führender Theologe. Spül zuerst die Tassen und Teller von innen. Dann werden sie auch von außen sauber.

Ihr tut mir in der Seele weh. Ihr seid führende Theologen, ultraorthodoxe Fromme und gleichzeitig hinterhältige Scheinheilige. Man kann euch vergleichen mit frisch gestrichenen Grabstätten. Von außen betrachtet sieht das richtig gut geschmückt aus. Aber innen drin ist alles voll von verwesenden Knochen und Verfaultem. So seid auch ihr von außen betrachtet Heilige. Tief drinnen aber seid ihr verfault durch Scheinheiligkeit gepaart mit Rechtsverstößen.

Ihr tut mir in der Seele weh. Ihr seid führende Theologen, ultraorthodoxe Fromme und gleichzeitig hinterhältige Scheinheilige. Ihr baut den Propheten großartige Gedenkstätten. Die Grabstätten der Heiligen verschönert ihr mit Schmuck. Dann sagt ihr: Wir machen das ganz anders als unsere Vorfahren früher. Niemals hätten wir so wie sie das Blut der Propheten vergossen. Und doch stellt ihr euch selbst ein schlechtes Zeugnis aus. Ihr seid nämlich die Nachfolger der früheren Prophetenmörder. Ihr vollendet gewissermaßen das Werk eurer Vorfahren. Ihr seid hinterhältige Schlangen. Wie wollt ihr der Strafe für euren Götzendienst entgehen?

Darum ist dies das Zeichen: Ich sende Propheten, Weise und Kenner der Heiligen Schriften zu euch. Von ihnen werdet ihr einige umbringen durch Kreuzigung. Andere werdet ihr in euren Kirchen auspeitschen und von Stadt zu Stadt verfolgen. Auf diese Weise bringt ihr das unschuldige Blut der auf Erden ermordeten Heiligen über euch. Mit dem Blut des unschuldigen Abel fing es an. Es endete mit dem Blut von Zacharias, dem Sohn von Barachias. Den habt ihr zwischen Tempel und Altar umgebracht. Amen! Ich sage euch: Was wird noch alles zu Lebzeiten dieser Generation passieren?

Oh, du heißt Jerusalem, Stadt des Friedens. Und doch tötest du die Propheten. Ja, du steinigst die zu dir Gesandten. Wie oft wollte ich deine Kinder sammeln? Ich wollte dich eigentlich beschützen wie eine Henne ihre Küken unter ihren Flügeln. Doch du hast nicht gewollt. Und nun ist dies das Zeichen: Euer Haus wird leer stehen und verfallen. Ja, ich sage euch: Von jetzt an werdet ihr mich nämlich nicht mehr sehen können. Später aber werdet auch ihr sagen: Du Gesegneter, komm im Namen Gottes.

Weihnachtsgeschichten nach Matthäus
http://feiertagsinfo.de/40857/home.html