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Ostergeschichten
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   Lukas 3.0

DIE KARWOCHE Lukas 21;5

Danach meinten einige über den Tempel: Wie schön ist der mit Steinen und Inschriften geschmückt! Er widersprach: Jetzt seht ihr ihn so! Später mal wird da kein Stein auf dem andern bleiben. Alle werden niedergerissen. Darafhin fragten sie bei ihm nach: Lehrer, wann wird das eintreten? Mit welchem Zeichen wird das Unheil angekündigt? Er jedoch erwiderte: Vorsicht vor irreführenden Zeichen! Leider werden viele daherkommen und dabei meinen Namen missbrauchen. Sie werden behaupten: Ich bin derjenige. Und: Der Zeitpunkt ist gekommen! Hört nicht auf sie.

Bald danach werdet ihr von Kriegen und Revolutionen hören. Habt keine Angst. Das muss am Anfang so sein. Das ist aber noch nicht alles. Weiter sagte er ihnen: Es wird ein Land gegen das andere Land und eine Regierung gegen die andere Regierung aufgehetzt werden. Es wird auch große Erdbeben und an manchen Stellen Hungersnöte und Seuchen geben. Ja, es werden furchtbare und große Zeichen vom Himmel herunter passieren.

Aber schon davor werden sie Hand an euch legen. Ihr werdet verfolgt und an die Kirchen und Gefängnisse ausgeliefert werden. Man wird euch Königen genauso wie Präsidenten vorführen wegen meinem Namen. So könnt ihr mich ihnen bezeugen. Macht euch das Herz nicht schwer wegen eurer Verteidigungsrede. Ich werde euch nämlich die Worte und die Weisheit dazu in euren Mund legen. Dem wird niemand widerstreben, widerstehen noch widersprechen können.

Ihr werdet aber ebenso von euren eigenen Eltern, Geschwistern, Verwandten und Freunden ausgeliefert werden. Einige von euch wird man sogar umbringen. Ja, ihr werdet wegen meinem Namen bei allen verhasst sein. Dennoch soll euch kein Haar gekrümmt werden. Durch eure Standhaftigkeit werdet ihr eure Seele retten.

Irgendwann werdet ihr Jerusalem umzingelt von Militärstützpunkten sehen. Daran könnt ihr die bevorstehende Verwüstung erkennen. Alle Judäer sollen hierauf in die Berge flüchten. Einige werden möglicherweise gerade in der Stadtmitte sein. Die müssen da schnell raus. Andere sind vielleicht aufs Land gefahren. Die sollen nicht mehr in die Stadt zurück. Das sind nämlich die Tage der Rache. So wird sich die Schrift bewahrheiten. Es tut mir in der Seele weh um die Schwangeren und Stillenden jener Tage. Jedenfalls wird im Land die Verzweiflung und Wut des Volkes groß sein. Sie werden durch die Schärfe des Schwertes umkommen. In alle Länder wird man sie als Gefangene wegschleppen. Und Jerusalem wird von fremden Völkern verwüstet werden.

Schließlich aber ist diese Zeit der fremden Völker abgelaufen. Sodann wird es Wunderzeichen an der Sonne, dem Mond und den Sternen geben. Auf der Erde werden nun die fremden Völker verzweifeln. Bei Tsunamis vom Meer her werden sie tief betroffen sein. Sie werden starr vor Angst wegen böser Vorahnungen sein. Was wird über die Wohngebiete noch alles hereinbrechen? Schließlich wird sogar die Himmelsordnung aus den Fugen geraten. In dem Moment wird man den Menschensohn in einer Himmelswolke kommen sehen. Er wird Macht und eine gewaltige, unfassbare Ausstrahlung haben. Irgendwann wird es mit diesen Geschichten losgehen. Dann könnt ihr mit aufrechtem Gang die Köpfe hoch tragen. Ihr werdet bald freigekauft sein.

Er erzählte dazu wieder ein kurzes Beispiel: Schaut euch mal einen Feigenbaum oder andere Bäume an. Sie hätten nun Knospen bekommen. Das könnt ihr sehen. Was könnt ihr daraus ablesen? Jetzt kommt bald der Sommer! Und so müsst ihr es anwenden: Ihr seht alle Vorhersagen eintreffen. Was könnt ihr daraus ablesen? Das himmlische Paradies hat sich auf den Weg gemacht. Amen, ich sage euch: Diese dann existierende Generation wird keinesfalls verschwinden vor der Vollendung von dem allem. Der Himmel und die Erde werden wohl verschwinden. Meine Worte jedoch werden nie und nimmer verschwinden.

Ihr braucht aber auch Selbstkontrolle. Belastet das Herz nicht durch Massenhysterie und rauschhafte Feste. Macht es euch auch nicht unnötig schwer durch Sorgen um eure Lebensumstände. Wie schnell schnappt jener Tag wie eine Falle zu. Er bricht über alle insgesamt auf der Erdoberfläche Wohnenden herein. Deshalb müsst ihr wach bleiben und in jeder Situation herzerweichend beten. Nur so könnt ihr den zukünftigen Ereignissen entrinnen. Nur so könnt ihr wieder aufgerichtet zu dem Menschensohn kommen. Und so unterrichtete er sie tagsüber im Tempel. Nachts jedoch verließ er den Ort. Er schlief dann auf einem Berg. Der wird Ölberg genannt. Jeden Morgen aber kam das ganze Volk zu ihm in den Tempel. Alle wollten ihn hören.

Inzwischen stand das Fest der ungesäuerten Brote, auch Passahfest genannt, unmittelbar bevor. Deshalb überlegten die obersten Priester und die führenden Theologen hin und her. Einerseits wollten sie ihn gerne hinrichten lassen. Andererseits hatten sie Angst vor der Gegenwehr des Volkes. Da bekam der Satan Macht über Judas, Iskariot genannt. Er war einer aus der Zahl der Zwölf. Der ging nun hin und redete mit den obersten Priestern und ihren Offizieren. Er wollte ihn irgendwie an sie verraten. Das hörten sie mit großer Freude. Sie einigten sich mit ihm auf eine Geldzahlung als Gegenleistung. Daraufhin suchte er nach einer günstigen Gelegenheit für einen Verrat an sie. Nur es musste unbemerkt von der Volksmenge geschehen.

Inzwischen war der Tag der ungesäuerten Brote da. Jetzt sollte das Passahlamm geopfert werden. Also schickte er Petrus und Johannes los. Er gab ihnen die Anweisung: Geht und bereitet uns das Passahessen vor. Sie fragten bei ihm nach: Wo willst du das Passahlamm essen? Wo sollen wir es vorbereiten? Darauf antwortete er ihnen: Das ist das Zeichen: Ihr werdet in die Stadt hineingehen. Ihr werdet da auf einen Mann treffen. Der trägt einen Eimer Wasser. Dem folgt hinterher. Er wird dann in ein Haus gehen. Dort sagt ihr dem Hausbesitzer: Der Lehrer hat eine Frage: Wo ist der Saal? Wo kann ich das Passahlamm mit meinen Schülern essen? Er wird euch zu einem großen Dachzimmer führen. Das ist mit Polstern ausgestattet. Da sollt ihr alles vorbereiten. Sie gingen hin. Sie fanden alles wie in seiner Ansage an sie vor. Also bereiteten sie das Passahessen vor.



ABSCHIEDSESSEN/VERHAFTUNG AM GRÜNDONNERSTAG Lukas 22;14

Es kam nun die Stunde. Er setzte sich mit den zwölf Aposteln hin. Dann sprach er zu ihnen: Ich habe so große Sehnsucht nach diesem Passah. Ich möchte es als Vorbereitung auf meine Leidenszeit mit euch essen. Amen, ich sage euch: Danach werde ich nicht mehr davon essen. Erst wieder im himmlischen Paradies wird das geschehen. Anschließend ließ er sich den Becher geben. Er dankte und sagte dazu: Nehmt ihn! Verteilt ihn unter euch! Amen, ich sage euch: Von jetzt an werde ich nicht mehr Traubensaft oder Wein trinken. Erst wieder im himmlischen Paradies wird das kommen. Daraufhin nahm er das Brot. Er dankte und zerbrach es. Dann gab er es ihnen und sagte dazu: Nehmt es! Das ist mein Körper! Er wird euch anvertraut. Tut das zu meinem Angedenken! Genauso nahm er auch den Becher nach dem Essen. Dazu sagte er: Dieser Becher ist der verbürgte Neuanfang durch mein Blut. Es wird für euch vergossen werden. Siehe da, die Hand meines Verräters mit mir zu Tisch! Der Menschensohn muss zwar von euch gehen nach seiner Bestimmung. Genauso sicher aber ist jenem Menschen der Fluch. Wer auch immer den Menschensohn verraten mag. Sofort ging untereinander die Diskussion los. Wer unter ihnen könnte das wohl sein? Wer könnte Pläne für so ein Verbrechen haben?

Daraus entstand unter ihnen ein ehrgeiziger Streit. Wer von ihnen sollte als der Größte gelten? Er erklärte es ihnen: Bei den Nationen üben die Regierungschefs die Regierungsgewalt aus. Ihre Machthaber lassen sich sogar Wohltäter nennen. Aber bei euch soll es nicht so sein. Vielmehr soll der Größte unter euch sich für den Allerkleinsten halten. Der Verantwortungsträger soll wie ein Untergebener sein. Wer ist normalerweise der Wichtigere? Ist es der Gast oder die Bedienung? Der Gast ist natürlich wichtiger. Ich aber bin in eurer Mitte wie eine Bedienung. Ihr seid mir wichtig! Ihr habt mir in meinen Prüfungen beigestanden. Und mir hat mein Vater einen Neuanfang im himmlischen Paradies zugesichert. Genauso verbürge ich mich nun für euch. Ihr sollt in meinem himmlischen Paradies an meinem Tisch essen und trinken. Dann werdet ihr auch auf Thronen sitzen und über die zwölf Stämme Israels Recht sprechen.

Weiter sagte der Herr: Simon, Simon, sieh doch! Satan will euch haben. Er will euch wie Getreide aussieben. Doch ich habe im Gebet für dich gekämpft. Deshalb wird dein Glaube auch nicht ganz schwach werden. Du wirst eine neue Orientierung finden. Darin bestärke dann bitte auch deine Brüder. Gleich antwortete ihm Simon: Herr, ich will dir bis ins Gefängnis und den Tod folgen. Er aber widersprach: Ich sage dir eins, Petrus: Vor dem ersten Hahnenschrei noch wirst du mich dreimal verleugnen. Du wirst mich nicht einmal mehr kennen wollen. Anschließend fragte er alle: Ich habe euch doch schon ohne Brieftasche, Rucksack und Schuhbeutel losgeschickt. Hat euch denn damals irgendetwas gefehlt? Sie antworteten: Nein! Daraufhin sagte er ihnen: Jetzt aber gilt dies: Nimm nach Möglichkeit deine Brieftasche und deinen Rucksack. Du hast so was nicht? Dann verkaufe wenigstens deinen Mantel. Und dann kaufe ein Schwert. Ich sage das deshalb: Dieser Bibelvers muss an mir wahr werden: Er wurde zu den Abtrünnigen gerechnet. Genau das erweist sich jetzt an mir. Gleich sagten sie: Herr, sieh doch! Wir haben hier zwei Schwerter. Dazu meinte er nur: Es reicht.

Schon trat er ins Freie. Nach seiner Gewohnheit machte er sich jetzt auf den Weg zum Ölberg. Dahin folgten ihm auch seine Schüler. Gleich nach seiner Ankunft dort redete er mit ihnen: Betet! Sonst werdet ihr in große Probleme hineinkommen. Danach trennte er sich von ihnen. Etwa 100 Meter weit entfernt kniete er sich hin und betete: Vater, es ist deine Entscheidung. Du kannst wohl diesen schweren Kelch wegnehmen. Das würde aber dann nach meinem Willen geschehen. Es wäre nicht nach deinem Willen. Da kam ein Engel vom Himmel und unterstützte ihn. Das führte zu einem regelrechten Gebetskampf. Immer leidenschaftlicher betete er. Dabei wurde sein Schweiß wie austretendes Blut. Es tropfte auf die Erde herunter. Schließlich stand er vom Gebet auf und kam zu seinen Schülern. Doch wie fand er sie vor? Sie waren vor Erschöpfung eingeschlafen. Deshalb ermahnte er sie: Warum schlaft ihr denn? Steht auf! Ihr müsst beten! Es kommen sonst große Schwierigkeiten auf euch zu.

Mitten in seiner Rede sah man von weitem eine Menge Leute kommen. Einer der Zwölf, mit Namen Judas, ging vorne weg. Er ging direkt auf Jesus zu. Dann wollte er ihn küssen. Doch Jesus sagte zu ihm: Judas, mit einem Kuss willst du den Menschensohn verraten? Die Schüler um Jesus herum erkannten sofort das nun drohende Unheil. Deshalb fragten sie ihn: Herr, sollen wir mit dem Schwert reinhauen? Und schon drosch einer von ihnen auf den Personenschützer des höchsten Priesters ein. Dabei schlug er ihm das rechte Ohr ab. Jesus aber entgegnete ihnen: Lasst es damit sein! Dann berührte er das Ohr und machte ihn wieder gesund. Nun waren da die obersten Priester, die Leute von der Tempelwache und die Anführer. Sie waren alle mit feindlichen Absichten gekommen. Zu ihnen sagte Jesus: Wie gegen einen Schwerverbrecher seid ihr mit Schwertern und Knüppeln ausgerückt. Ich war doch täglich bei euch im Tempel. Da hat keiner die Hand an mich gelegt. Aber das ist nun mal eure Stunde, die größte Macht der Dunkelheit.

Da verhafteten sie ihn. Sie führten ihn ab und brachten ihn zum Haus des Hohenpriesters. Petrus ging hinterher in gebührendem Abstand. Inzwischen war in der Mitte des Hofes ein Feuer angezündet worden. Kurzerhand setzte sich Petrus unter die Leute. Dort sah ihn eine Angestellte am Feuer sitzen. Sie schaute sich ihn genau an und sagte: Der da war auch bei ihm! Er aber stritt es ab mit den Worten: Ich weiß nix von ihm, Frau! Kurz danach erkannte ihn ein anderer und behauptete: Du bist auch einer von denen! Petrus jedoch widersprach ihm: Mensch, ich doch nicht! Nach ungefähr einer Stunde bestand ein anderer steif und fest darauf: Ungelogen war der ebenso bei ihm. Er kommt nämlich auch aus Galiläa! Darauf antwortete Petrus: Ich weiß von nix! Was redest du da? Mitten in seine Antwort hinein krähte plötzlich ein Hahn.

Jetzt drehte sich der Herr um und schaute Petrus in die Augen. Im selben Augenblick erinnerte sich Petrus an die Worte des Herrn. Der hatte es ihm vorausgesagt: Noch vor dem ersten Hahnenschrei heute wirst du mich dreimal verleugnen. Und Petrus ging nach draußen. Dort schrie er seine ganze Not heraus. Ansonsten stand Jesus unter ständiger Bewachung durch einige Männer. Die verspotteten und verprügelten ihn. Dann verbanden sie ihm die Augen. Sie schlugen auf ihn ein und fragten dabei: Wie wärs mit einer Prophetie? Wer war es? Wer hat dich eben geschlagen? Und mit noch ganz anderen Sprüchen lästerten sie über ihn her.

Bei Tagesanbruch dann waren die Anführer des Volkes, die Hohenpriester und die führenden Theologen zusammengekommen. Diese führten ihn ab zur obersten Ratsversammlung. Dort fragten sie: Bist du der Christus? Sage es uns! Er aber antwortete ihnen so: Ich könnte es euch schon sagen. Doch ihr würdet es mir sowieso nicht glauben. Ich könnte euch auch Fragen stellen. Doch ihr würdet mir darauf weder antworten noch mich freilassen. Das jedoch gilt ab jetzt: Der Menschensohn wird seinen Sitz rechts vom Allmächtigen haben. Gleich sagten alle: Aha, du bist also der Sohn von Gott? Er entgegnete ihnen: Ihr habt es ja selbst gesagt: Ich bin es! Hierauf riefen sie: Brauchen wir denn noch mehr Beweise? Wir haben es nun persönlich aus seinem Mund gehört.

Schlussendlich standen sie alle miteinander auf und führten ihn zu Pilatus ab. Dort begannen sie mit der Anklagerhebung gegen ihn. Sie lautete: Wir klagen ihn an wegen Aufwiegelung unseres Volkes. Er wiegelt das Volk zu Steuerhinterziehung dem Kaiser gegenüber auf. Dabei erklärt er sich selbst zum Christus, ja sogar zum König. Pilatus fragte ihn nun: Bist du der König der Judäer? Er antwortete ihm mit der Richtigstellung: Du hast das gesagt! Da wandte sich Herodes den Hohenpriestern und der Volksmenge zu und rief: Ich kann bei diesem Menschen keine strafbare Handlung entdecken. Sie ließen jedoch nicht locker und erwiderten: Er wiegelt das Volk auf. In ganz Jerusalem verbreitet er seine Lehren. In Galiläa hat er damit angefangen und jetzt macht er es hier.

Pilatus hörte nur Galiläa. Sofort fragte er: Kommt der Mann aus Galiläa? Nun erfuhr er von dessen Herkunft aus dem Regierungsbezirk von Herodes. Folglich überstellte er ihn an Herodes. Der war dieser Tage gerade in Jerusalem. Herodes war hocherfreut über den Anblick von Jesus. Schon lange mal wollte er ihn zu Gesicht bekommen. Er hatte nämlich viel über ihn gehört und entsprechende Erwartungen. Er wollte gerne ein irgendgeartetes Wunder mit eigenen Augen sehen. Darauf zielende Fragen stellte er ihm nun sehr wortreich. Der aber antwortete ihm mit keinem Wort. Die Hohenpriester standen unentwegt dabei und brachten dauernd ihre Anklagen vor. Herodes mit seinem Hofstaat hatte daher bald kein Interesse mehr an ihm. Als Verspottung ließ er ihn noch prunkvoll einkleiden. Dann überstellte er ihn zurück an Pilatus.

An diesem Tag wurden Herodes und Pilatus die besten Freunde. Davor waren sie noch einander Feind gewesen. Jetzt ließ Pilatus die Hohenpriester, die Anführer und das Volk zu sich rufen. Hier sprach er zu ihnen: Ihr habt diesen Menschen an mich ausgeliefert. Angeblich soll er das Volk aufwiegeln. Versteht doch! Ich habe ihn vor euren eigenen Augen verhört. Ich kann bei diesem Menschen keine strafbare Handlung sehen im Sinne einer Anklageerhebung. Herodes sieht das auch nicht anders. Er hat ihn deshalb an uns zurück überstellt. Versteht ihr? Dieser hat kein todeswürdiges Verbrechen begangen. Darum werde ich ihn auspeitschen lassen und danach freigeben. Er war nämlich am Passahfest zur Freigabe eines Gefangenen verpflichtet.

Das löste aber in der Voksmenge einen Aufschrei aus. Sie riefen: Den wollen wir nicht! Gib uns den Barabbas frei! Der war wegen eines in der Stadt angezettelten Aufstands und wegen Mordes in das Gefängnis gesteckt worden. Pilatus aber wurde auch laut und redete noch mal zu ihnen. Er wollte unbedingt Jesus freilassen. Sie wiederum schrieen: Ans Kreuz, nagel ihn ans Kreuz! Jetzt beim dritten Mal rief er ihnen die Frage zu: Welches Verbrechen hat dieser denn getan? Ich finde kein todeswürdiges Verbrechen an ihm. Ich werde ihn daher auspeitschen lassen und danach freigeben. Sie setzten ihm aber weiterhin mit lautem Gebrüll zu. Sie forderten seine Hinrichtung am Kreuz. Ihre Rufe und die der Hohenpriester wurden übermächtig. Schlussendlich sprach Pilatus das Urteil. Darin erfüllte er ihre Forderungen. Den wegen Aufruhr und Mordes ins Gefängnis Geworfenen begnadigte er gemäß der einen Forderung. Und andererseits überließe er Jesus ihrem Willen.