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Ostergeschichten
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   Lukas 4.0

HINRICHTUNG UND TOD AM KARFREITAG Lukas 23;26

Direkt danach führten sie ihn ab. Dabei ergriffen sie einen gewissen Simon, einen Mann aus Kyrene. Der kam gerade von der Feldarbeit. Dem legten sie das Kreuz auf. Er musste es Jesus hinterhertragen. Dahinter folgte ihm eine große Volksmenge, darunter auch Frauen. Die schrieen ihre Not heraus und weinten über ihn. Jesus aber drehte sich um und sagte: Ihr Töchter von Jerusalem! Weint doch nicht über mich! Schreit lieber eure Not heraus über euch selbst und eure Kinder! Versteht es doch! Es werden schlimme Zeiten kommen. An denen wird man solches sagen: Wie gut haben es die Unfruchtbaren, die Frauenkörper ohne Geburten mit Brüsten ohne Muttermilch. Als nächstes wird man dann zu den Bergen rufen: Bitte fallt auf uns drauf! und zu den Hügeln: Begrabt uns unter euch! Das Ganze tun sie ja jetzt schon dem gut bewässerten Baum an. Was werden sie wohl erst dem ausgetrockneten tun?

Es wurden aber auch andere dorthin geführt. Es gab da zwei Schwerverbrecher. Die sollten mit ihm hingerichtet werden. Schließlich kamen sie alle zu der Stelle mit Namen Hügel der Schädelknochen. Dort nagelten sie ihn ans Kreuz genauso wie die Schwerverbrecher, den einen zur Rechten, den anderen zur Linken. Jesus aber sagte: Vater, verzeih ihnen! Sie erkennen doch ihre böse Tat gar nicht! Anschließend teilten sie seine Kleider unter sich auf nach dem Verlosungsprinzip. Viele Leute standen dabei, sahen zu und spotteten. Genauso machten es auch die Anführer mit den Worten: Die anderen hat er gerettet. Dann soll er mal sich selbst herausretten! Er ist ja angeblich Gottes Gesalbter, der Auserwählte! Auch die Soldaten verhöhnten ihn. Sie kamen und reichten ihm Essig an. Dazu sagten sie: Du bist doch angeblich der König der Judäer! Dann kannst du dich ja selbst machtvoll befreien! Über ihm hing eine Inschrift in griechischer, lateinischer und hebräischer Schrift: Dies ist der König der Judäer!

Einer der hingerichteten Verbrecher verhöhnte ihn mit den Worten: Bist du denn nicht der Christus? Also rette dich selbst und uns. Da widersprach der andere und warnte ihn. Eindringlich sagte er: Nicht einmal du hast Furcht vor Gott? Zwar erleidest du die gleiche Strafe. Uns trifft es allerdings zurecht. Wir erhalten nur den verdienten Lohn für unsere bösen Taten. Dieser aber hat nichts Böses getan. Anschließend sprach er Jesus an: Bitte berücksichtige mich, Herr, bei deinem königlichen Kommen! Jesus antwortete ihm: Amen! Das versichere ich dir heute schon: Du wirst mit mir im himmlischen Paradies sein!
Ab 12 Uhr mittags dann wurde es im ganzen Land dunkel bis 3 Uhr nachmittags. Die Sonne verhüllte sich nämlich. Sogar der Vorhang des Tempels zerriss sich in zwei Stücke. Dazu rief Jesus ganz laut: Vater, in deine Obhut gebe ich meinen Lebensatem! Mit diesen Worten tat er seinen letzten Atemzug. Der Befehlshaber der Soldaten hatte alles mitverfolgt. Nun lobte er Gott überschwänglich und sagte: Wirklich, dieser Mensch war der Sohn von Gott! Und auch die übrigen der zu diesem Schauspiel erschienenen Volksmenge traten total erschüttert ihren Rückweg an. Alle seine Freunde standen da in einer gewissen Entfernung. Das galt auch für die Frauen. Sie waren mit ihm von Galiläa gekommen und beobachten nun alles.

Und dann setzte jemand ein Zeichen: Ein Mann mit Namen Joseph war ein Anführer des Volkes. Er war ein guter und gerechter Mann. Mit dem Urteilsspruch und Handeln der anderen Anführer war er nicht einverstanden gewesen. Er stammte aus Arimathia, einer Stadt in Judäa. Er war selbst schon auf der Suche nach dem himmlischen Paradies Gottes. Jetzt ging er zu Pilatus und bat um Herausgabe des Leichnams von Jesus. Er nahm ihn vom Kreuz ab und wickelte ihn in Leintücher ein. Dann legte er ihn in ein Grab. Das war aus einem Felsen herausgehauen worden. Bisher hatte dort noch kein Leichnam gelegen. Und der Vorbereitungstag, der Tag vor dem Sabbat, stand mit der Dämmerung unmittelbar bevor. Es hatten sich ihm aber schon in Galiläa Frauen angeschlossen. Die waren auch jetzt hinterhergereist. Die schauten sich das Grab an und die genaue Lage seines Leichnams. Anschließend kehrten sie wieder um und bereiteten schon mal Gewürzsalben und parfümierte Öle vor. Jedoch während des Sabbats hielten sie ihren Gesetzen entsprechend eine Feiertagsruhe ein.

AUFERSTEHUNGSBERICHT VOM OSTERMORGEN Lukas 24;1

An einem der Feiertage gingen sie früh morgens zur Grabstätte. Sie hatten die vorher bereiteten Gewürzsalben mit. Andere Frauen waren auch noch dabei. Da war inzwischen der Stein vom Eingang der Grabstätte zur Seite geräumt worden. Beim Eintreten in die Grabstätte fanden sie den Leichnam des Herrn Jesus nicht. Das konnten sie überhaupt nicht einordnen. Jetzt aber geschah ein Zeichen: Zwei Männer in weißen Kleidern traten auf sie zu. Das erzeugte bei ihnen Panik. Sie fielen mit dem Gesicht nach unten nieder.

Doch die Männer sprachen sie an: Warum sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Hier ist er nicht! Er ist auferweckt worden! Erinnert euch doch an seine Worte damals in Galiläa. Da hat er zu euch gesagt: Der Sohn des Menschen muss in die Hände sündiger Menschen ausgeliefert werden. Dann wird er ans Kreuz genagelt werden, aber am dritten Tag auferstehen. Jetzt erinnerten sie sich auch an diese seine Worte. Bald waren sie von der Grabstätte zurückgekehrt. Sie berichteten das alles den Elf und den übrigen.

Maria war es, die aus Magdala, Johanna und Maria, die von Jakobus, und die anderen Frauen mit ihnen. Sie alle berichteten dies den Aposteln. Doch nach deren Ansicht waren ihre Berichte reinster Unsinn. Jedenfalls glaubten sie ihnen nicht. Nur Petrus stand sofort auf und rannte zur Grabstätte. Er beugte seinen Kopf in den Eingang, sah aber nichts als Leintücher. Also ging er wieder. Allerdings wunderte er sich sehr über das ganze Geschehen.

AM ABEND DES OSTERTAGS Lukas 24;13

Und dann geschah dieses Zeichen: Zwei von ihnen machten sich auf den Weg in ein Dorf mit Namen Emmaus. Das lag ungefähr zehn Kilometer von Jerusalem entfernt. Dabei sprachen sie miteinander über alle diese Geschehnisse. Mitten in ihrer Unterhaltung mit all ihren Fragen schloss sich Jesus ihnen an und ging mit ihnen. Doch ihre Augen waren wie blind. Sie erkannten ihn einfach nicht. Jetzt fragte er sie: Was sind das für Reden? Worüber habt ihr auf dem Weg miteinander gesprochen? Mit traurigem Gesichtsausdruck blieben sie daraufhin stehen. Einer von ihnen, mit Namen Kleopas, gab ihm zur Antwort: Du kommst doch aus Jerusalem! Hast du als einziger nichts gehört von den Geschehnissen dieser Tage? Folglich fragte er sie: Um was ging es denn da? Sie erklärten es ihm: Es ging um Jesus den Nazarener. Der war ein Prophet. Er war vollmächtig in Wort und Tat vor Gott genauso wie vor dem ganzen Volk.

Den haben die obersten Priester und die Anführer dem Todesurteil ausgeliefert und somit ans Kreuz genagelt. Wir aber hatten in ihm schon den kommenden Retter Israels gesehen. Heute ist inzwischen der dritte Tag seit diesem Ereignis. Zusätzlich haben uns einige Frauen in Angst und Schrecken versetzt. Sie waren heute früh zur Grabstätte gegangen. Sie fanden jedoch seinen Leichnam dort nicht. Stattdessen kamen sie an und berichteten folgendes: Sie hätten eine Erscheinung von Engeln gesehen. Die wiederum hätten behauptet: Er lebt! Daraufhin sind einige von uns zum Grab gegangen. Tatsächlich fanden sie alles so wie im Bericht der Frauen vor. Und auch sie konnten ihn nicht finden.

Nun aber erklärte er es ihnen: Ihr habt echt keinerlei Erkenntnis. Dazu ist euer Herz auch noch sehr langsam im Begreifen. Musste der Christus nicht das alles erdulden? Dadurch hat er doch diese unfassbare Ausstrahlung erhalten. Dann begann er mit Mose und ging mit ihnen alle Propheten durch. Dabei gab er ihnen anhand dieser ganzen Schriften eine Auslegung über sich selbst. Auf diese Weise kamen sie dem Ziel ihrer Wanderung, dem Dorf, immer näher. Doch er verstellte sich und wollte -aber nur scheinbar- weitergehen. Deshalb bedrängten sie ihn und sagten: Bleib doch noch bei uns. Gleich kommt die Dämmerung und dann ist der Tag zu Ende.

Also ging er mit ihnen hinein und blieb bei ihnen. Bei Tisch nun geschah es. Er nahm nämlich das Brot. Er dankte und zerbrach es. Dann gab er es ihnen. Dadurch wurden ihnen die Augen geöffnet und sie erkannten ihn. In dem Moment wurde er unsichtbar und war nicht mehr in ihrer Mitte. Gleich sprachen sie miteinander darüber: War unser Herz nicht total aufgewühlt bei seinen Worten auf dem Weg und der Auslegung der ganzen Schriften? Zur gleichen Stunde noch machten sie sich auf den Rückweg nach Jerusalem.

Dort trafen sie die Elf und alle anderen mit ihnen bei einer Zusammenkunft an. Jene berichteten zuerst: Der Herr ist wahrhaftig auferstanden! Er ist dem Simon erschienen! Anschließend erzählten auch sie von dem Erlebnis auf der Wanderung. Sie berichteten: Er nahm das Brot und zerbrach es. Plötzlich erkannten wir ihn. Mitten in ihrem Austausch darüber erschien Jesus selbst in ihrer Mitte und sprach zu ihnen: Friede sei mit euch! Sie erschraken aber stattdessen. Vor Furcht vermuteten sie einen vorgegaukelten Geist.

Er sagte ihnen dazu nur: Warum seid ihr so aufgewühlt? Was für Vermutungen kommen denn da in euren Herzen auf. Schaut meine Hände und meine Füße genau an. Ich bin es persönlich. Fasst mich an und nehmt mich endlich zur Kenntnis. Ein Geist ist doch nicht aus Fleisch und Blut! Genau das könnt ihr doch an mir sehen. Im Anschluss an diese Worte zeigte er ihnen seine Hände und seine Füße. Vor Freude konnten sie es aber immer noch nicht glauben. Sie waren zu sehr überrascht. Zum Beweis fragte er sie deshalb: Habt ihr hier etwas zu essen? Also gaben sie ihm ein Stück gebratenen Fisch. Er nahm es und aß es direkt vor ihren Augen.

Seinerzeit redete er mit ihnen so: Ich habe euch dieses mein Wort gegeben mündlich schon bei unserem früheren Beisammensein: Alles muss endlich eintreffen. Es ist im Gesetz Mose, bei den Propheten und in den Psalmen über mich aufgeschrieben worden. Daraufhin öffnete er ihnen das Herz für das Verstehen dieser Schriften. Er sagte ihnen: Das steht nunmal so geschrieben. Entsprechend musste also Christus das Leid ertragen. Er musste aber auch am dritten Tag durch den Tod hindurch auferstehen.

In seinem Namen soll die Nachricht von der Neuorientierung und Korrektur aller falschen Wege unter allen Nationen verbreitet werden. Anfangen wird es damit in Jerusalem. Dort werdet ihr Zeugnis darüber ablegen. Und das ist das Zeichen: Ich schütte das von meinem Vater Zugesagte auf euch. Deshalb müsst ihr zunächst in der Stadt Jerusalem bleiben. Erst dann werdet ihr aus der Höhe mit der Kraft dazu ausgerüstet.

CHRISTI HIMMELFAHRT Lukas 24;50

Danach brachte er sie hinaus nach Bethanien. Er hob seine Hände und segnete sie. Mit dieser Segensgeste entfernte er sich von ihnen und wurde schließlich weg in den Himmel hochgehoben. Zunächst mal fielen sie vor ihm zu Boden. Danach aber gingen sie froh und glücklich nach Jerusalem zurück. Dort waren sie ständig im Tempel als Lob und Segen für Gott. Amen, möge Gott es annehmen.

Bis hierher, lieber Freund Gottes, habe ich in meinem Bericht alles aufgeschrieben über die Anfänge der Taten von Jesus und über seine Lehre. Zum Schluss hatte ich über seine letzten Worte im heiligen Geist an die von ihm auserwählten Apostel berichtet. Dann wurde er weggenommen. Vorher hatte er sich nach seiner Leidenszeit noch auf vielerlei Art als der Lebendige zu erkennen gegeben. Vierzig Tage lang konnten sie ihn sehen und mit ihm über die Angelegenheiten des himmlischen Paradieses sprechen. Während eines Essens gab er dann weitere Anweisungen. Sie sollten Jerusalem nicht verlassen.

Vielmehr sollten sie auf die von ihm beschriebene Zusage des Vaters warten. Johannes hatte nämlich nur im Wasser getauft. Sie aber sollten von jetzt an in wenigen Tagen im heiligen Geist getauft werden. Bei ihrem Treffen fragten sie ihn danach: Herr, führst du zu der Zeit auch das Königtum wieder ein? Darauf antwortete er ihnen: Ihr braucht nichts über Zeiten und Termine wissen. Die hat der Vater in seiner Allmacht festgelegt. Ihr dagegen werdet neue Kraft bekommen. Der heilige Geist wird über euch kommen. Danach werdet ihr meine Zeugen sein in Jerusalem wie auch in ganz Judäa und Samaria bis hin zur äußersten Landesgrenze.

Im Anschluss an diese Worte konnten sie seine Himmelfahrt miterleben. Eine Wolke nahm ihn vor ihren Augen auf. Bei seinem Weggang nun starrten sie unentwegt zum Himmel hinauf. Da geschah ein Zeichen: Zwei Männer in weißen Kleidern standen bei ihnen und sprachen: Männer, Galiläer! Warum steht ihr da und starrt in den Himmel? Dieser Jesus ist zwar von euch in den Himmel weggenommen worden. Er wird aber auf die gleiche Weise zurückkommen. Seine entsprechende Himmelfahrt habt ihr ja beobachten können.

Daraufhin gingen sie vom Ölberg wieder zurück nach Jerusalem. So heißt dieser Berg und liegt in der Nähe von Jerusalem ungefähr 2 km entfernt. Gleich nach ihrer Ankunft gingen sie nach oben in das große Dachzimmer. Dort versammelten sie sich regelmäßig: Petrus und natürlich auch Johannes, Jakobus und Andreas, Philippus und Thomas, Bartholomäus und Matthäus, Jakobus Alphäus mit Simon, dem Eiferer, und Judas Jakobus. Sie alle beteten gemeinsam und ausdauernd. Auch die Frauen waren dabei und Maryam, die Mutter von Jesus, und seine Brüder.

Irgendwann während solcher Tage stand Petrus mitten in der Versammlung auf. Etwa 120 Leute waren dort zusammengekommen. Ihnen sagte er: Ihr Männer und Brüder! Dieses Bibelwort musste wahr werden. Schließlich hat es der heilige Geist dem David in den Mund gelegt. Und so hat er alles über Judas schon vorrausgesagt. Der hat den Fahndern nach Jesus nämlich den Weg gezeigt. Ursprünglich zählte er zwar zu uns. Doch dann traf ihn das Los für diese Form von Amtshilfe. Von der Bezahlung für dieses Unrecht wurde ein Armenfriedhof gekauft.

Sinnigerweise ist er anschließend kopfüber hingestürzt. Dabei hat er sich das Genick gebrochen und seine Gedärme sind nach außen getreten. Allen Einwohnern von Jerusalem ist das zu Ohren gekommen. Deshalb haben sie diesen Armenfriedhof in ihrer eigentümlichen Sprache Hacheldamach genannt. Übersetzt heißt das: Blutiger Friedhof. Und so steht es in den Psalmen der Bibel geschrieben: Seine Wohnung soll leer stehen. Niemand soll darin wohnen. Sein Bischofsamt aber soll ein anderer empfangen.

Dieser andere unter uns Männern sollte die ganze Zeit mit dabeigewesen sein. Er muss Jesus, unseren Herrn, in seinem Kommen und Gehen bei uns erlebt haben. Das begann mit der Taufe durch Johannes und endete mit seinem Fortgehen von uns weg nach oben. Einer demnach muss so wie wir ein Zeuge seiner Auferstehung werden. Also stellten sie zwei zur Wahl auf. Dann beteten sie so: Du Herr kennst die Herzen aller Menschen. Deshalb wähle unter diesen beiden einen aus und ernenne ihn. Der soll daraufhin als von dir berufener Diener und Apostel die freie Stelle antreten. Judas hat diese ja verlassen und seine ihm eigene Stelle angetreten. Folglich gab man ihnen Lose und das Los fiel auf Matthias. Von da an war er ein Zusatz zu den elf Aposteln.