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PFINGSTEN JESUS SCHENKT DEN HEILIGEN GEIST LukasApg 2;1

Nun war der Pfingsttag endlich da. Schon saßen alle an ihrem Versammlungsort zusammen. Plötzlich kam aus dem Himmel heraus ein Geräusch wie von einem sich ankündigenden gewaltigen Tsunami und füllte das Haus vom Keller bis zum Dachzimmer. Eben noch saßen sie da zusammen. Jetzt aber sahen sie die sich zerteilenden Feuerzungen. Und jeweils eine setzte sich auf jeden einzelnen von ihnen. So wurden schließlich alle mit heiligem Geist gefüllt. Und sie konnten sogar in fremden Sprachen reden. Die richtigen Worte dazu kamen von dem Geist.

Zu der Zeit waren in Jerusalem ehrbare jüdische Männer aus allen Ländern und Himmelsrichtungen zu Gast. Die erlebten nun dieses gewaltige Geräusch mit. Daraufhin gab es dort einen Volksauflauf. Alle waren völlig durcheinander. Jeder einzelne konnte nämlich seine eigene Mundart sprechen hören. Sie waren deshalb außer sich vor Staunen und sagten: Was für ein Zeichen! Diese Redner hier sind doch alle aus Galiläa! Wie können wir sie dann trotzdem in unserer Muttersprache reden hören?

Wir sind nämlich Parther, Meder und Elamiter, Bewohner von Mesopotamien, Judäa und Kappadozien, von Pontus und Asien, Phrygien und Pamphylien, Ägypten und den Gebieten von Lybien, Kyrene und nicht zuletzt heimgekehrte Römer als echte Juden oder Konvertiten, Kreter und die Araber. Wir hören sie aber in unserer eigenen Sprache die Größe Gottes verkünden. Alle miteinander waren sie sehr aufgebracht und sagten unter diesem Eindruck zueinander: Was soll das sein? Wieder andere meinten spöttisch: Die sind mit Weingeist gefüllt!

Schlussendlich richtete Petrus im Kreis der elf Apostel mit lauter Stimme das Wort an sie: Ihr Männer, Judäer und alle sonstigen Einwohner von Jerusalem! Folgendes solltet ihr wissen. Hört meine Worte an und öffnet eure Ohren: Diese Männer hier sind keineswegs betrunken. Ihr denkt das bloß. Immerhin ist es erst 8 Uhr morgens. Nein, hier geht es um das Eintreffen einer dem Propheten Joel geschenkten Prophezeiung: Am Ende aller Tage wird laut der Worte Gottes dies geschehen:

Ich werde mit meinem Geist alle Menschen überschütten. Eure Söhne und eure Töchter werden zu Propheten. Eure jungen Männer werden innere Bilder sehen. Eure Anführer werden entsprechend durch Träume geleitet. Mit Sicherheit aber werde ich meine Diener und meine Dienerinnen mit meinem Geist überfluten. Dadurch werden sie zukünftige Dinge vorhersagen können. Überdies werde ich oben im Himmel übernatürliche und unten auf der Erde zeichenhafte Dinge geschehen lassen. Blut, Feuer und Rauch werden die Sonne in Finsternis verhüllen und den Mond in Blut verwandeln. Und dann kommt der Tag des Herrn. Plötzlich wird er unfassbar groß in Erscheinung treten. Und das wird dabei passieren: Durch Beten zum Namen des Herrn Jesus bringst du dich in Sicherheit.

Männer, Israeliten, hört euch meine Worte an: Jesus, der Mann aus Nazareth, war bei euch mit von Gott bestätigten übernatürlichen und zeichenhaften Machtbeweisen. Gott selbst hatte das alles durch ihn in eurer Mitte gewirkt. Das wisst ihr ganz genau. Dieser Jesus ist dann nach dem festen Vorsatz und der Vorausplanung Gottes an die Römer ausgeliefert worden. Durch sie habt ihr ihn ans Kreuz nageln und hinrichten lassen. Doch Gott hat ihn auferstehen lassen. Er hat ihm die Schmerzen des Todes abgenommen. Nie und nimmer konnte ihn der Tod festhalten.

Das hat schon David über ihn gesagt: Ich sehe den Herrn ständig vor mir wie von Angesicht zu Angesicht. Er steht mir zur Seite. Dadurch kann mich nichts mehr wirklich erschüttern. Das macht mein Herz so fröhlich. Mein Mund muss darüber jubeln. Am Ende wird mein Körper in einen Wartezustand versetzt. Keineswegs wird dann meine Seele im Totenreich zurückbleiben. Niemals wirst du deinen Auserwählten die Verwesung sehen lassen. Vielmehr hast du mir Wege zu neuem Leben hin gezeigt. Dort wirst du mich dann fröhlich machen in deiner Gegenwart.

Männer, Brüder, erlaubt mir eine offene Bemerkung über unseren Urvater David: Auch er ist gestorben und begraben worden. Sein Grab ist bis heute noch bei uns zu sehen. Aber er war nunmal ein Prophet. Er wusste von einem bestimmten Eid Gottes. Der hatte ihm darin einen leiblichen Nachkommen auf seinem Thron versprochen. Deshalb hat er damals die Auferstehung des Christus vorhersagen können. Der nämlich blieb nicht im Totenreich zurück. Sein Körper hat die Verwesung nicht gesehen. Dieser Jesus ist der durch Gott zu neuem Leben Auferstandene. Und wir sind dafür Zeugen.

Inzwischen ist er zur rechten Hand Gottes nach oben versetzt worden. Dort hat er vom Vater Verfügungsgewalt über den heiligen Geist erhalten. Und den hat er nun ausgeschüttet. Das könnt ihr ja selbst sehen und auch hören. David aber ist nicht in den Himmel aufgefahren. Nein, er sagt es doch selbst: Gott hat mit meinem Herrn gesprochen: Setze dich rechts neben mich. Ich werde dir bald deine Feinde zu Füßen legen. Folgendes muss daher das ganze Haus Israel einfach zur Kenntnis nehmen: Gott hat Jesus nicht nur zum Herrn sondern auch zum Messias, also zum Christus, gemacht. Genau diesen Jesus habt ihr aber gekreuzigt.

Das Hören dieser Worte war wie ein Stich mitten in ihr Herz. Sofort fragten sie bei Petrus und den anderen Aposteln nach: Was können wir denn tun, ihr Männer, unsere Brüder? Petrus gab ihnen darauf eine klare Antwort: Ihr müsst euer Leben ändern! Zunächst müsst ihr euch dazu auf den Namen Jesus Christus taufen lassen. Eure falschen Wege können nämlich dadurch korrigiert werden. Das aber geschieht durch Empfang der Sendung des Heiligen Geistes. Dieses Angebot gilt nämlich zunächst mal euch und euren Nachkommen. Darüber hinaus hat es aber auch für die Fernstehenden Gültigkeit. Viele von denen wird Gott, unser Gott, genauso zu sich rufen. Mit vielen anderen Worten legte er Zeugnis ab. Zusammenfassend gab er ihnen dieses Wort mit auf den Weg: Ihr müsst euch vor der Verkehrtheit der heutigen Generation in Sicherheit bringen lassen!

Und tatsächlich hörten viele auf dieses sein Wort. Folglich ließen sie sich taufen. Auf diese Weise kamen an jenem Tag etwa 3000 neue Mitglieder dazu. Sie alle hielten sich an die Auslegungen der Apostel. Sie verbrachten außerdem viel Zeit miteinander. Sie trafen sich zu Abendmahlzeiten und zum Anrufen von Gott. Aber Angst ergriff die Seelen der übrigen Menschen. Durch die Apostel passierten nämlich viele übernatürliche und zeichenhafte Dinge in Jerusalem. Das war die Ursache bei allen für ihre große Angst.

Alle Glaubenden dagegen waren füreinnader da. Alles teilten sie miteinander. Ihre Einkünfte und ihren Besitz machten sie zu Bargeld. Das verteilten sie dann an die entsprechenden Bedürftigen. Sie verbrachten täglich viel Zeit gemeinsam im Tempel. Zu Hause gestalteten sie ihre Abendmahlzeiten. Die Nahrungsaufnahme war für sie Anlass zu einem herzlichen, aber einfach gehaltenen, fröhlichen Lob an Gott. So waren sie wie ein Liebesgeschenk an das ganze Volk. Der Herr seinerseits brachte täglich Menschen zu ihnen und damit in seinen eigenen Schutzraum.

Einmal gingen Petrus und Johannes gegen 3 Uhr nachmittags, also zur üblichen Gebetszeit, zum Tempel hinauf. Zur gleichen Zeit wurde ein Mann hereingetragen. Er war von Geburt an gelähmt. Deshalb setzte man ihn jeden Tag vor eine Tempeltür mit Namen die Verzierte. Dort sollte er von den Tempelbesuchern Geld erbetteln. Nun bemerkte er Petrus und Johannes. Die waren gerade auf dem Weg in den Tempel. Folglich wollte er auch bei ihnen um Geld betteln.

Petrus und natürlich auch Johannes sah ihm in die Augen und sagte: Schau uns an! Also achtete er genau auf sie in der Erwartung auf irgendein Geschenk. Petrus redete nun weiter: Ich besitze zwar keine Silbermünzen und auch keine Goldmünzen. Ich habe aber etwas für dich und das gebe ich dir jetzt. Im Auftrag von Jesus, dem Nararener, sage ich: Steh auf! Gleich nahm er dessen rechte Hand fest in den Griff und zog ihn nach oben. Im gleichen Augenblick festigten sich seine Fußgelenke und Knöchel. E rsprang auf seine Füße, konnte stehen und sogar umherlaufen.

Mit ihnen zusammen betrat er den Tempel. Dort lief er herum, machte Sprünge und lobte Gott. Jetzt sah ihn die ganze Menge umherspazieren und dabei Gott loben. Man erkannte ihn natürlich wieder. Der war doch ein Bettler und hat an der verzierten Tür des Tempels gesessen! Das jagte ihnen heilige Scheu und Staunen über seinen veränderten Zustand ein. Er aber blieb derweil in der Nähe von Petrus und Johannes. Inzwischen waren die Leute mit einer Menge unbeantworteter Fragen bei ihnen in der Salomohalle eingetroffen. Das erkannte natürlich auch Petrus und sprach zu der Menge:

Ihr Männer, Israeliten! Weshalb wundert ihr euch so über diesen Mann? Und warum schaut ihr so gebannt auf uns? Haben wir ihm etwa aus eigener Kraft oder Religion die Gehfähigkeit zurückgeschenkt? Nein, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, der Gott unserer Väter hat seinem Diener Jesus diese unfassbare Ausstrahlungskraft geschenkt. Ihr aber, ja ihr, seid ihm in den Rücken gefallen. Ihr habt euch von ihm abgewendet. Pilatus hatte sich nämlich schon für seine Freilassung entschieden. Doch ihr habt den Heiligen und Gerechten verworfen. Stattdessen habt ihr euch für die Begnadigung eines Mörders eingesetzt. Dadurch habt ihr den Urgrund des Lebens dem Tod ausgeliefert.

Den allerdings hat Gott durch den Tod hindurch lebendig gemacht. Wir sind dafür Zeugen! Deshalb glauben wir auch an seinen Namen. Durch seinen Namen seht ihr diesen euch bekannten Menschen nun auf festen Füßen stehen. Nur der Glaube an den Namen Jesus hat ihm vor den Augen von euch allen die vollständige Gesundheit wiedergegeben. Nun, Brüder, ich weiß es ja! Ihr habt euch durch Unwissenheit so verhalten. Das gleiche gilt für eure Anführer. Gott allerdings hat dadurch die Vorhersagen im Mund aller Propheten bestätigt. Sein Auserwählter sollte nämlich solches Leid ertragen.

Deshalb müsst ihr nun nachdenken über einen echten Neuanfang. Eure falschen Entscheidungen könnten dadurch korrigiert werden. Der richtige Zeitpunkt für eine Neuorientierung von Gott her ist jetzt gekommen. Er wird euch den als Christus angekündigten Jesus senden. Vorübergehend muss er jedoch im Himmel wohnen bleiben. Im Anschluss daran wird die Zeit der Wiedergutmachung da sein. Gott wird dann alle durch den Mund seiner heiligen Propheten gesprochenen ewigen Worte Wirklichkeit werden lassen. Schon Moses sagte: Genau so einen Propheten wie mich wird Gott, euer Gott, mitten unter euren Brüdern erwecken. Ihr sollt auf ihn und alle, aber auch wirklich alle seine Worte hören. Denn es wird so sein: Nicht jeder Mensch wird auf diesen Propheten hören wollen. Ein solcher Mensch soll dann aber auch aus dem Volk verschwinden.

Natürlich gibt es auch noch andere Propheten. Von Samuel an haben sie sich einer nach dem anderen geäußert. Sie alle haben diese Zeit jetzt vorrausgesagt. Ihr nun seid die Nachkommen dieser Propheten. Schließlich hat Gott ja mit euren Vorfahren einen Vertrag geschlossen. Darin hat er Abraham versprochen: Durch deinen Nachkommen sollen alle Völker der Erde gesegnet werden. Zu allererst aber für euch hat Gott seinen Diener auferstehen lassen. Er hat ihn gesendet zum Segen für euch alle. Doch vorher muss sich erst mal jeder von euch für die gemeinsam begangene Schandtat an ihm schämen lernen.

Noch während ihrer Rede an das Volk erschienen die Priester, der Polizeipräsident des Tempels und etliche liberale Reformer. Die regten sich auf wegen der Predigt an das Volk über die Auferstehung von Jesus aus dem Tod heraus. Man legte deshalb Hand an die beiden und nahm sie erst mal bis zum anderen Morgen in Gewahrsam. Mehr war wegen der schon einsetzenden Dunkelheit nicht möglich. Am anderen Morgen dann kamen ihre Anführer, die Leiter und führenden Theologen in Jerusalem zusammen. Mit dabei waren die obersten Priester Hannas und Kaiphas, Johannes, Alexander und alle anderen seiner hohenpriesterlichen Familie. Die alle bildeten einen Kreis um die beiden in der Mitte. Dann begannen sie mit dem Verhör:

In wessen Kraft und wessen Namen habt ihr dies möglich gemacht? Hierauf sagte Petrus voll des heiligen Geistes zu ihnen: Leiter und Anführer des Volkes! Wir werden hier und heute wegen einer guten Tat an einem kranken Menschen verhört. Der ist immerhin dadurch geheilt worden. Euch allen hier und darüber hinaus dem ganzen Volk sei folgendes gesagt: Dies ist möglich im Namen von Jesus Christus, dem Nazarener. Ihr habt ihn ans Kreuz nageln lassen. Gott jedoch hat ihn aus dem Tod heraus neu erweckt. In seinem Namen steht dieser vor euren eigenen Augen gesund da. Er ist der Stein. Ihn wolltet ihr, die Architekten, wegwerfen. Doch nun ist er das tragende Fundament. Denn es ist kein sonstiger Name den Menschen als Himmelsgeschenk gegeben. Nur durch ihn können wir in Sicherheit gebracht werden.

Alle nun sahen das sichere Auftreten von Petrus und Johannes. Andererseits wussten sie genau Bescheid über das Fehlen jeglicher Bildung und Gelehrsamkeit dieser Leute. Das war für sie ein erstaunlicher Widerspruch. Außerdem erkannten sie die beiden als vorherige Weggefährten von Jesus. Jedenfalls stand der Geheilte vor ihnen. Dagegen konnten sie nun wirklich nichts einwenden. Deshalb beorderte man die beiden erstmal nach draußen.

Untereinander beriet man anschließend folgende Frage: Wie sollen wir mit diesen Leuten verfahren? Schließlich hat ein deutlich erkennbares Wunder durch sie stattgefunden. Alle Einwohner von Jerusalem haben davon erfahren. Wir selbst können es auch schlecht abstreiten. Es darf sich aber nicht noch mehr unter dem Volk herumsprechen. Deshalb sollten wir sie verwarnen. Wir müssen ihnen das Reden über diesen Namen grundsätzlich verbieten. Dazu rief man sie wieder herein und verbot ihnen jegliche Äußerungen oder gar Predigten über den Namen Jesus.

Darauf antworteten ihnen Petrus und Johannes so: Ihr solltet vor Gottes Angesicht ein gerechtes Urteil fällen. Müssen wir denn etwa mehr auf euch als auf Gott hören? Das ist für uns unmöglich. Wir können diese ganzen Erlebnisse und das Gehörte doch nicht einfach verschweigen. Anschließend wurden sie freigelassen und gleichzeitig verwarnt. Allerdings konnten sie nichts Stafbares an ihnen finden. Das war nun ganz nach dem Willen des Volkes. Alle schwärmten von der unfassbaren Ausstrahlungskraft Gottes wegen dem vorangegangenen Ereignis. Immerhin geschah das Heilungswunder an einem schon über 40 Jahre alten Mann.

Jetzt nach ihrer Freilassung kehrten sie wieder zu ihren Leuten zurück. Dort gaben sie Bericht über alle Worte der obersten Priester und Anführer an sie. Die anderen hörten das alles. Dann ließen sie gemeinsam ihre Stimme zu Gott hin laut werden. Sie beteten: Du allein hast zu bestimmen! Denn du hast den Himmel, die Erde, das Meer und alle Lebewesen darin erschaffen. Du hast durch den heiligen Geist im Mund unsres Vaters und deines Knechtes David gesprochen:

Wie können sich die Nationen nur so aufspielen? Warum fassen die Völker solche aussichtslosen Beschlüsse? Die Regierungschefs der Welt sind mit dabei. Ihre Ministerpräsidenten halten eine Konferenz nach der anderen ab gegen unseren Gott und seinen Christus. Zwar durften sie sich in dieser Stadt einmal tatsächlich gegen deinen heiligen Knecht Jesus zusammen tun. Dazu hattest du ihn auserwählt. Herodes war daran beteiligt genauso wie Pontius Pilatus mit den dazugehörigen Ländern und auch die Stämme Israels. Deine Hand hatte das alles nach deinen eigenen Plänen vorbereitet. Und so musste es dann geschehen.

Aber jetzt, unser Gott, schau dir ihre drohenden Beschlüsse an! Gib den von dir dazu Beauftragten die mutige Verkündigung deiner Gegenbeschlüsse. Heile Mängel und Schäden durch deine ausgestreckte Hand und lass dabei übernatürliche und zeichenhafte Dinge durch den Namen deines heiligen Knechtes Jesus geschehen. Damit hatten sie ihren Gebetskampf beendet. Unmittelbar danach gab es ein Erdbeben direkt unter ihrer Versammlungsstätte. Dabei wurden sie alle mit heiligem Geist gefüllt. Nun konnten sie mit sicherem Auftreten das Wort Gottes einander zusprechen.

Überhaupt waren alle trotz der Vielschichtigkeit der Glaubenden einander herzlich zugetan. Deshalb betrachtete auch keiner von ihnen seinen Besitz als persönliches Eigentum. Stattdessen besaßen sie alles gemeinsam. Die Apostel waren darüber hinaus ein Segen durch die große Überzeugungskraft ihrer Verkündigung der Auferstehung des Herrn Jesus Christus. Auf allen anderen lag der Segen großer Liebesgeschenke. Dadurch gab es keinen einzigen irgendwie Notleidenden unter ihnen. Die Besitzer von Grundstücken und Häusern verkauften diese nämlich. Das Geld aus den Verkäufen übergaben sie anschließend den Aposteln. Die wiederum verteilten es je nach Bedarf an die einzelnen.

So machte es auch Joseph genannt Barnabas. Diesen Beinamen mit der Bedeutung Sohn des Zuspruchs hatten ihm übrigens die Apostel verliehen. Er war ein ursprünglich in Zypern wohnender Priester und Eigentümer eines Grundstücks. Das verkaufte er, nahm das Geld und gab es den Aposteln in die Hände. Dagegen verkaufte ein Mann mit Namen Ananias zusammen mit seiner Frau Sapphira zwar auch seinen Besitz. Anschließend aber schaffte er einen Teil des Geldes mit Wissen seiner Frau zur Seite. Nur den Rest gab er den Aposteln in die Hände.

Daraufhin verkündete Petrus ihm: Ananias, warum nur hast du dem unheiligen Versucher dein Herz geöffnet und dafür den Geist, den heiligen, belogen? Musstest du wirklich einen Teil des Geldes aus dem Grundstücksverkauf zur Seite schaffen? Du hättest doch das Grundstück ohne Probleme behalten können. Und selbst nach einem Verkauf noch konntest du über das Geld frei verfügen. Wieso hast du dir diese Dummheit nur ausgedacht? Du lügst nicht uns Menschen an. Nein, du hast es mit Gott zu tun. Die Worte hörte Ananias noch. Dann sank er tot zu Boden. Das jagte allen anwesenden Ohrenzeugen eine heilige Scheu ein. Die jüngeren von ihnen erhoben sich von den Plätzen. Sie wickelten ihn ein, trugen ihn nach draußen und begruben ihn.

Etwa drei Stunden später kam seine Frau herein. Sie wusste aber nichts von dem Vorgefallenen. Gleich sprach Petrus sie an: Raus mit der Sprache! Habt ihr das Grundstück für so und soviel verkauft? Da gab sie zur Antwort: Ja, für so und soviel! Daraufhin verkündete Petrus auch ihr: Warum nur wolltet ihr in gemeinsamer Sache dem heiligen Geist ein unheiliger Versucher werden? Da ist das Zeichen! Die Totengräber deines Mannes stehen schon vor der Tür. Sie werden auch dich hinaustragen. Sofort fiel sie auf den Boden. Sie war tot. In dem Moment kamen tatsächlich die jungen Männer wieder herein und fanden sie tot vor. Auch sie wurde von ihnen hinausgetragen und anschließend direkt neben ihrem Mann begraben.

In der Folge kam eine heilige Furcht nicht nur über alle Gläubigen sondern auch über alle sonstigen Hörer dieser Nachricht. Durch das Wirken der Apostel gab es noch viele solche zeichenhaften und verwunderliche Vorkommnisse und zwar in aller Öffentlichkeit. Alle zog es aber auch zu privaten Versammlungen in die Salomohalle. Aus Scheu nahm daran allerdings kein Außenstehender teil. Trotzdem hielten die Leute sehr viel von ihnen. So kamen mehr und mehr Menschen zum Glauben an ihren Herrn. Eine ganze Menge Männer und Frauen kamen als neue Mitglieder dazu. Mittlerweile brachte man die Kranken und Schwachen sogar zu den öffentlichen Plätzen. Dort legte man sie auf Gästebetten und Decken. Auf diese Weise konnte beim Vorübergehen wenigstens der Schatten von Petrus auf sie fallen. Ebenso kamen sie aus den Städten um Jesrusalem herum zusammen und brachten ihre Kranken und Schwachen, auch psychisch Kranke. Die wurden alle wieder gesund.