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Ostergeschichten
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  Johannes 4.0

          HINRICHTUNG UND TOD AM KARFREITAG JOHANNES 19;16b

Direkt danach ergriffen sie Jesus und führten ihn ab. Sein Kreuz musste er selbst tragen. So ging er den Weg hinaus zum sogenannten Hügel der Schädelknochen. Der heißt auf hebräisch Golgatha. Dort nagelten sie ihn ans Kreuz und mit ihm zwei andere, links und rechts von ihm. Jesus aber war in der Mitte. Dazu hatte Pilatus eine Inschrift schreiben und oben am Kreuz befestigen lassen. Darauf stand: Das ist Jesus aus Nazareth, der König der Judäer! Der Hinrichtungsort war aber in der Nähe der Stadt. So konnten viele Judäer diese Inschrift lesen. Immerhin stand sie in hebräischer, griechischer und lateinischer Sprache dort geschrieben. Deshalb wandten sich die Hohenpriester der Judäer an Pilatus mit den Worten: Schreibe nicht: Das ist der König der Judäer. Schreibe stattdessen: Dieser hat behauptet: Ich bin der König der Judäer. Pilatus sagte nur dazu: So habe ich es geschrieben und so bleibt es geschrieben.

Die vorher an der Hinrichtung von Jesus beteiligten Soldaten machten sich nun über seine Kleider her. Sie teilten alles in vier Teile, für jeden Soldaten ein Teil. Es war aber ein besonderes Kleidungsstück dabei. Das war ohne Nähte von oben angefangen durchgehend gewebt. Darum sagten sie sich: Wir sollten es nicht zerschneiden. Wir verlosen es stattdessen und der Sieger bekommt es. So sollte die Bibel recht behalten. Die sagt: Sie teilten meine Kleider unter sich auf und verlosten mein Gewand. Genau das machten die Soldaten.

Unter dem Kreuz von Jesus standen inzwischen seine Mutter, die Schwester seiner Mutter, Maria Cleophas Frau und Maria aus Magdala. Nun sieht Jesus seine Mutter und seinen Lieblingsschüler dabeistehen. Darüber spricht er mit seiner Mutter: Frau, sieh ihn dir an! Das ist jetzt dein Sohn! Danach spricht er mit dem Schüler: Schau hin! Das ist jetzt deine Mutter! Von da an nahm dieser Schüler sie als Mitglied in seine Familie auf. Nun wusste es Jesus: Er hatte alles erfolgreich abgeschlossen. Jetzt sagte er noch als Abschluss eingetroffener Voraussagen der Bibel: Ich habe Durst! Da stand ein Behälter voll mit Essig. Man befestigte daher einen in Essig getauchten Schwamm auf einem Stecken von Eisenkraut. Das reichte man ihm an zum Mund hin. Also nahm Jesus von dem Essig. Danach rief er: Es ist vollendet! Er senkte den Kopf und gab so seinen Lebensatem hin.

Es gab dort einige Judäer. Die beachteten streng den Vorbereitungstag. Sie wollten daher nicht die noch Lebenden den Sabbat über am Kreuz haben. Diese traten an Pilatus heran mit einer Bitte: Den noch Lebenden sollten die Beine zertrümmert werden. Tot sollten sie dann weggeschafft werden. Zu diesem Zweck holte man die Soldaten. Sie zertrümmerten zunächst dem ersten mit ihm ans Kreuz Genagelten die Beine und danach dem anderen. Jetzt kamen sie zu Jesus und sahen folgendes: Er war schon tot. Also zertrümmerten sie seine Beine nicht. Sicherheitshalber stach aber einer der Soldaten mit einem Speer seitlich in seinen Oberkörper. Sofort lief Wasser und Blut heraus. Es gibt dafür einen Augenzeugen. Sein Zeugnis ist glaubwürdig. Dieser kennt die ganze Wahrheit und will euch damit zum Glauben führen. Das ist nämlich alles geschehen als Beweis für diese Voraussage in der Bibel: Kein einziger Knochen soll ihm gebrochen werden. Und eine weitere Bibelstelle sagt: Sie werden mich sehen als den von Ihnen Erstochenen.

Ein gewisser Joseph aus Arimathia war ein Schüler von Jesus gewesen. Er war das aber nur heimlich. Er hatte nämlich deswegen vor den Judäern Angst. Der bat den Pilatus um Herausgabe des Leichnams von Jesus. Und Pilatus kam seiner Bitte nach. Also kam er und holte sich den Leichnam ab. Auch Nikodemus erschien. Er war schon früher einmal nachts bei Jesus erschienen. Nun brachte er eine Mischung aus Myrrhe und Aloe mit, etwa 100 Pfund schwer. Gemeinsam nahmen sie den Leichnam Jesu und wickelten ihn mit der Salbenmischung in Leintücher ein. So war bei den Judäern das übliche Bestattungsritual. In der Nähe der Hinrichtungsstätte war ein Garten. In diesem Garten gab es ein nagelneues Grab. Bisher hatte darin noch kein Leichnam gelegen. Dort bestatteten sie Jesus alsbald wegen des unmittelbar bevorstehenden Vorbereitungstags der Judäer. Die räumliche Nähe der Grabstätte kam da sehr gelegen.

           AUFERSTEHUNGSBERICHT VOM OSTERMORGEN JOHANNES 20;1

An einem der Feiertage ging Maryam, die aus Magdala, morgens noch bei Dunkelheit zur Grabstätte. Da war inzwischen der Stein vom Eingang der Grabstätte zur Seite geräumt worden. Sie rannte los und traf Simon Petrus und den anderen, den Lieblingsschüler von Jesus. Ihnen erzählte sie es: Sie haben den Herrn aus der Grabstätte weggeschafft. Es gibt auch keinerlei Hinweis über seinen jetzigen Aufenthaltsort. Also machten sich Petrus und der andere Schüler auf den Weg zur Grabstätte. Die zwei liefen gleichzeitig los. Der andere Schüler lief dabei vorneweg, schneller als Petrus und kam so als erster zur Grabstätte. Er beugte zwar seinen Kopf in den Eingang und sah dort die Leintücher liegen. Selbst aber ging er nicht hinein.
 
Inzwischen kam auch Simon Petrus ihm hinterher. Er ging dann in die Grabstätte hinein. Auch er sah zunächst nur die Leintücher dort liegen. Dann fiel ihm das Leintuch für seinen Kopf besonders auf. Es lag anders als die übrigen Leintücher zusammengefaltet an einem gesonderten Platz. Jetzt endlich betrat auch der andere Schüler die Grabstätte. Er war ja zuerst dagewesen. Er sah alles und glaubte. Bis dahin hatten sie allerdings aus der Bibel heraus noch keinerlei Erkenntnis über die Auferstehung durch den Tod hindurch. Also gingen die Schüler wieder zurück in ihren eigenen Umkreis.

Nur Maria blieb laut weinend draußen vor der Grabstätte stehen. Unter Tränen beugte sie den Kopf in den Eingang der Grabstätte. Da sieht sie direkt an der vormaligen Lagerstätte des Leichnams von Jesus zwei Engel in weißen Kleidern sitzen. Der eine war am Kopfende, der andere am Fußende. Die fragen sie jetzt: Frau, warum weinst du so laut? Sie antwortet ihnen: Sie haben meinen Herrn weggeschafft. Es gibt aber keinerlei Hinweis über seinen jetzigen Aufernthaltsort. Unmittelbar nach diesen Worten drehte sie sich um und sieht Jesus stehen. Sie nahm ihn aber nicht als Jesus wahr.

Jetzt fragt auch Jesus sie: Frau, warum weinst du so laut? Wen suchst du? Sie sah in ihm aber den Gärtner und sagt deshalb zu ihm: Herr, hast du ihn weggeschafft? Sage mir den Ort. Wo hast du ihn hingebracht? Ich will ihn holen. Jesus spricht zu ihr: Maryam! Sie dreht sich um und sagt zu ihm auf hebräisch: Rabbuni, das heißt: Mein Lehrer! Jesus antwortet ihr: Fass mich nicht an! Ich bin nämlich noch nicht zu meinem Vater nach oben gegangen. Geh du aber zu meinen Brüdern. Sage ihnen: Ich gehe nach oben zu meinem Vater und damit eurem Vater, zu meinem Gott und dadurch eurem Gott. Gleich ging Maryam, die aus Magdala, los. Sie berichtete den Schülern: Ich habe den Herrn getroffen und er lässt euch dieses von mir ausrichten.

           AM ABEND DES OSTERTAGS JOHANNES 20;19

Inzwischen war es am ersten Tag der Feiertage Abend geworden. Die Türen ihrer Versammlungsstätte hatten die Schüler aus Furcht vor den Judäern verschlossen. Da erschien Jesus. Er trat mitten unter sie und sprach zu ihnen: Friede sei mit euch! Zur Bekräftigung seiner Worte zeigte er ihnen daraufhin nicht nur seine Hände sondern auch seitlich seinen Oberkörper. Wie freuten sich da seine Schüler über den Anblick des Herrn. Jetzt sagte es ihnen Jersus noch einmal: Friede sei mit euch! Mich hat der Vater geschickt. Genauso schicke ich euch los. Im Anschluss an seine Worte blies er sie mit seinem Atem an. Dazu erklärte er ihnen: Nehmt so den heiligen Geist auf. Jetzt könnt ihr jemandem die bösen Taten verzeihen. Dadurch sind sie vergeben und vergessen. Ihr könnt sie aber auch unverziehen lassen. Dann bleiben sie auch ohne Vergebung.

Thomas aber, genannt Zwilling, war zwar einer der Zwölf. Er war jedoch bei der Erscheinung Jesu nicht bei ihnen. Deshalb berichteten ihm die anderen Schüler nachträglich davon. Er allerdings meinte dazu: Da müsste ich schon die Wunde von den Nägeln in seinen Händen sehen. Außerdem würde ich mit meinem Finger die Wunde der Nägel berühren wollen. Genauso müsste ich mit meiner Hand die Wunde seitlich am Oberkörper abtasten. Andernfalls glaub ich es einfach nicht.

Am achten Tag dann waren seine Schüler wieder im Haus. Diesmal war auch Thomas bei ihnen. Da erschien Jesus trotz der verschlossenen Türen. Wieder trat er mitten unter sie und sagte: Friede sei mit euch! Jetzt aber spricht er Thomas direkt an: Gib mir mal deinen Finger und berühr damit meine Hände. Jetzt gib mir deine Hand und taste mich damit seitlich am Oberkörper ab. Sei kein Ungläubiger! Glaube es! Thomas antwortete ihm darauf: Du bist mein Herr und mein Gott! Jesus sagt ihm dazu aber: Du hast mich gesehen. Jetzt glaubst du es endlich. Ganze Freude hat man aber erst durch Glauben ohne solche sichtbaren Zeichen.

Noch viele andere Zeichen geschahen durch Jesus direkt vor den Augen seiner Schüler. Allerdings sind diese nicht in diesem Büchlein aufgeschrieben worden. Die aber hier aufgeschriebenen Zeichen sollen euch zum Glauben an Jesus Christus, den Sohn von Gott, führen. Dadurch könnt ihr als Glaubende in seinem Namen das himmlische Paradies besitzen.

Später dann gab sich Jesus noch einmal seinen Schülern zu erkennen, diesmal am See Tiberias. Dabei öffnete er sich ihnen gegenüber in folgendem Zusammenhang: Damals waren gerade Simon Petrus, Thomas genannt Zwilling, Nathanael aus Kana in Galiläa, die Söhne des Zebedäus und noch zwei andere Schüler von Jesus zusammen. Da meinte Simon Petrus zu ihnen: Ich gehe mal Fische fangen! Die anderen sagten daraufhin zu ihm: Wir kommen natürlich mit dir mit! Also gingen sie nach draußen und kletterten in ihr Schiff. Jedoch fingen sie in jener Nacht gerade mal nichts. Gegen Morgen steht plötzlich Jesus am Strand. Allerdings wussten die Schüler das nicht. Sie erkannten ihn nämlich nicht.

Nun ruft Jesus ihnen zu: Jungs, habt ihr was zu essen? Sie antworteten ihm: Nein! Also macht er einen Vorschlag: Werft das Netz einfach mal rechts vom Schiff aus! Dort werdet ihr fündig! Genauso warfen sie es diesmal aus. Und tatsächlich konnten sie das Netz danach wegen der vielen Fische darin nicht mehr an Bord ziehen. Plötzlich sagt der Lieblingsschüler von Jesus zu Petrus: Das ist doch der Herr! Das hört nun Simon Petrus. Demnach war es also der Herr. Gleich zieht er sich was an. Er war nämlich unbekleidet. Dann springt er in den See.

Die anderen Schüler aber kamen mit dem Boot hinterher. Sie waren ja nicht weit vom Land weg, nur etwa 100 Meter. Das Netz mit den Fischen schleppten sie hinten nach. Inzwischen waren sie an Land ausgestiegen. Dort sahen sie einen Holzkohlengrill vorbereitet. Darauf lag Grillgut und Brot. Und Jesus sagt zu ihnen: Bringt das frisch gefangene Essen hierher. Simon Petrus steigt daher gleich auf das Boot. Dann zieht er das volle Netz mit 153 großen Fischen an Land. Und trotz dieser Fülle reißt das Netz nicht. Anschließend spricht Jesus zu ihnen: Kommt her und esst! Kein einziger der Schüler getraute sich die Frage an ihn: Wer bist du? Schließlich wussten sie es genau. Es ist der Herr. Schon kommt Jesus. Er nimmt das Brot und gibt es ihnen, genauso auch das Gegrillte.

Damit hatte sich Jesus nun zum driten Mal nach seiner Totenauferstehung seinen Schülern gezeigt. Nach dem Essen dann spricht Jesus mit Simon Petrus: Simon Johannes, liebst du mich und ist das bei dir stärker als bei den anderen? Er erwidert ihm: Ja Herr, das weißt du! Ich bin doch dein Freund! Daraufhin sagt er zu ihm: Führe meine Schäflein auf die Weide! Wieder fragt er, nun schon zum zweiten Mal: Simon Johannes, liebst du mich? Der antwortet ihm: Ja Herr, das weißt du doch! Ich bin schließlich dein Freund! Diesmal sagt er zu ihm darauf: Sei meinen Schäflein ein Hirte! Jetzt zum dritten Mal fragt er ihn aber: Simon Johannes, bist du mein Freund?

Das macht Petrus sehr traurig. Jesus hatte ihn nämlich beim dritten Mal gefragt: Bist du mein Freund? Deshalb antwortet er ihm jetzt so: Herr, du weißt doch sowieso alles! Also weißt du auch das: Ja, ich bin dein Freund! Dazu sagt Jesus ihm: Dann führe du meine Schafe auf die Weide! Amen, Amen! Ich sage dir dies: Früher warst du noch jung. Du hast dir deinen Gürtel umgebunden und hast dich auf den Weg gemacht. Das Ziel hast du selbst bestimmt. Bald wirst du ein alter Mann sein. Du wirst deine Hände hinhalten. Ein anderer wird dich dann binden. Er wird dich zu einem von dir nicht gewünschten Ziel führen. Das sagte er aber als Andeutung über dessen Todesumstände. Damit würde dieser nämlich später mal Gott Ehre machen.

Petrus dreht sich nun um und sieht den Lieblingsschüler von Jesus hinterher kommen. Der hatte beim Abschiedsessen direkt neben Jesus gesessen, sich zu ihm herübergelehnt und gefragt: Herr, wer ist es? Wer wird dich verraten? Den sieht Petrus jetzt. Also fragt er Jesus: Herr, was ist eigentlich mit diesem? Jesus erwidert ihm: Vielleicht soll dieser ja bis zu meinem Wiederkommen da bleiben! Geht dich das was an? Gehe du mit mir den Weg! Deshalb verbreitete sich dieses Wort in den Gemeinden: Jener Schüler wird nicht sterben. Jesus hatte ihm aber nicht Unsterblichkeit vorausgesagt. Er hatte lediglich gesagt: Vielleicht soll dieser ja bis zu meinem Wiederkommen da bleiben! Geht dich das was an?

Dies ist jener Schüler. Er kann das alles bezeugen und hat es deshalb auch aufgeschrieben. Und wir wissen um die Glaubwürdigkeit seiner Zeugenaussage. Es gibt darüber hinaus aber noch viel mehr Taten von Jesus. Man könnte das in allen Einzelheiten aufschreiben. Allerdings gibt es meiner Meinung nach auf der ganzen Welt nicht genug Platz für die dann zu schreibenden Bücher.